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Auf Facebook: Til Schweiger pestet gegen den Tukur-"Tatort"

"Jede Folge der Augsburger Puppenkiste war spannender!": Mit deftigen Worten hat Til Schweiger über den aktuellen "Tatort" mit Ulrich Tukur hergezogen. Auslöser war eine TV-Kritik.

Schauspieler Ulrich Tukur

Der aktuelle "Tatort" mit Ulrich Tukur hat die Zuschauer polarisiert wie lange kein Krimi mehr: Ein Teil des Publikums fand den Fall grandios, ein anderer konnte mit dem scheinbar sinnlosen Gemetzel nichts anfangen.

Einer hat dazu eine klare Meinung und hält damit nicht hinterm Berg: Til Schweiger hat sich auf Facebook zu der neuen Folge geäußert - und ein wenig schmeichelhaftes Urteil abgegeben: "Jede Folge der Augsburger Puppenkiste war glaubwürdiger, besser gespielt und vor allem spannender!", schrieb er am Sonntagabend um 21.35 Uhr - also noch während der "Tatort" lief.

Til Schweiger ärgert sich über die "Tatort"-Kritik

Grund für seinen Ausbruch war eine Kritik in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Darin hatte Rezensent Oliver Jungen "Angriff auf Wache 08" - so der Titel dieses "Tatorts" - in den höchsten Tönen gelobt und als "dicht, spannend und stilvoll erzählt" bezeichnet. Ein Urteil, dem sich Schweiger so gar nicht anschließen mochte: "Lieber Oliver, was hast du genommen, bevor du diese 'Kritik' geschrieben hast?", sprach der Schauspieler und Regisseur den Journalisten direkt an.

Lieber Oliver, was hast du genommen, bevor du diese “Kritik” geschrieben hast?!😂😂😂Ich werf mich weg😂😂😂Jede Folge der Augsburger Puppenkiste war glaubwürdiger, besser gespielt und vor allem spannender!

Gepostet von Til Schweiger am Sonntag, 20. Oktober 2019

Eine Polizeistation wird von Gangstern überfallen, es wird gnadenlos rumgeballert und gibt eine Vielzahl von Leichen, so könnte man den Inhalt von "Angriff auf Wache 08" in einem Satz zusammenfassen. Eine Handlung, die so aber auch für die meisten Schweiger-"Tatorte" zutrifft, die ebenfalls extrem bleihaltig sind und es selten bei nur einem Toten bleibt.

Doch während Ulrich Tukur für seinen Film höchstes Kritikerlob bekommt, werden die Fälle des von Schweiger gespielten Nick Tschiller häufig verrissen. Ein Umstand, der den Schauspieler ganz offenbar wurmt. So ist es wohl zu erklären, dass sich der 55-Jährige zu etwas hinreißen ließ, das unter Künstlern eigentlich verpönt ist: Die Arbeit von Kollegen zu kritisieren.

Andererseits hat sich Til Schweiger noch nie darum geschert, was sich gehört. Er macht einfach sein Ding - auch bei Facebook. Dafür mögen ihn seine Fans.

che