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Er spielt Kommissar Faber: "Schlag in die Fresse": Jörg Hartmann reagiert auf Kritik am Dortmund-"Tatort"

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau ging mit der letzten "Tatort"-Folge hart ins Gericht. Er sprach von fortwährendem Mobbing und empfahl die Einstellung des Formats. Nun äußert sich Hauptdarsteller Jörg Hartmann zu den Vorwürfen - und macht dem SPD-Politiker ein Angebot.

Jörg Hartmann (r.) als Kommissar Peter Faber im "Tatort: Zorn"

Jörg Hartmann (r.) als Kommissar Peter Faber im "Tatort: Zorn"

Nach der öffentlichen Schelte des Dortmunder Oberbürgermeisters Ullrich Sierau (SPD) an der "Tatort"-Folge "Zorn" hat sich nun Hauptdarsteller Jörg Hartmann zu den Vorwürfen geäußert. Die Kritik habe ihn persönlich getroffen, sagte der 49-Jährige der "Bild"-Zeitung (hier das Interview als Bezahlinhalt). "Mich hat die Heftigkeit der Diskussion richtig erschrocken. Deswegen musste ich auch erstmal drüber schlafen. Wahrscheinlich hat der Dortmunder Ortsbürgermeister nicht alle Teile gesehen. Sonst wäre die Kritik vielleicht nicht so hart", sagte Hartmann.

Sierau hatte sich in einem offenen Brief an WDR-Intendant Tom Buhrow gewandt und empfohlen, "den Dortmund-Tatort einzustellen und Kommissar Faber und sein Team in den vorzeitigen Ruhestand zu schicken". Hartmann spielt seit 2012 den Kriminalhauptkommissar Peter Faber im Dortmunder "Tatort"-Team. Der OB kritisierte die am vergangenen Sonntag ausgestrahlte Folge der Krimireihe als  "plumpe Darstellung ohne jedwede regionalen Kenntnisse" und sprach von "fortwährendem Mobbing gegenüber einer Stadt, einer Region sowie den dort lebenden Menschen".

"Wir sind ja kein Image-Film für Stadt-Tourismus"

Dazu sagte Hartmann: "Ich liebe meine Heimat und ich würde auch behaupten, dass ich sie noch immer kenne, auch wenn ich jetzt schon lange in Potsdam lebe. Ich dachte, wir sind da jetzt angekommen und jetzt kriegt man so einen Schlag in die Fresse. Das irritiert mich schon." Es sei keineswegs beabsichtigt, "das Ruhrgebiet oder Dortmund schlecht zu machen", sondern, man wolle spannende und gute Krimis drehen. Dabei dürfe allerdings nicht vergessen werden, dass es sich bei den "Tatort"-Episoden um Fiktion handele. "Wir sind ja kein Image-Film für Stadt-Tourismus", kommentierte Hartmann.

An den Oberbürgermeister gewandt sagte er: "Herr Sierau kann gerne mit mir ein lecker Pilsken trinken. Das ist eine Einladung an ihn und dann können wir uns gerne nochmal drüber unterhalten."

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jum