HOME

Stern Logo Tatort

Elisabeth Brück: "Tatort"-Kommissarin wehrt sich gegen Stalker

Am Sonntag ermittelte sie noch selbst, warf sich einer Schläger-Horde entgegen. Im wahren Leben will ein Stalker Elisabeth Brück zum Opfer machen. Doch die "Tatort"-Kommissarin spielt da nicht mit.

Sie trägt Lederjacke, hat ein toughes Auftreten und verzieht meist keine Miene: Lisa Marx, die Kommissarin im Saarbrücker "Tatort" hat sich durch ihre unnahbare Art bei den Filmkollegen den Spitznamen "Misses Spock" verdient. Gespielt wird die Marx von Elisabeth Brück. Wie jetzt bekannt wurde, findet sich die Schauspielerin im wahren Leben in einer anderen Rolle wieder: der als Opfer.

Nach eigenen Angaben wird die 41-Jährige seit Monaten von einem Unbekannten bedroht. Der Stalker habe ihr Briefe mit Gewaltandrohungen geschickt. "Ich bin sehr dankbar, im 'Tatort' spielen zu dürfen. Aber wenn du plötzlich in der Öffentlichkeit bist, gibt es bei Millionen Fans auch einen Verrückten, der dich mit der Rolle identifiziert", zitiert die "Bild"-Zeitung die Darstellerin. Zunächst seien die Schreiben des Unbekannten anzüglich gewesen, doch dann habe der Schreiber damit angefangen, handfest zu drohen.

"Kann mich selber gut verteidigen"

Allerdings hat Elisabeth Brück doch einiges von ihrer coolen "Tatort"-Figur. Sie lässt sich nicht einschüchtern. "Ich habe keine Lust, für die Figur, die ich im TV verkörpere, angegriffen zu werden. Ich habe die Briefe an die Kripo weitergeleitet. Jetzt wird ermittelt. Deswegen kann ich zum Stand nicht viel sagen", so Brück. Und sie schickt ihrem Stalker über die Medien gleich eine Warnung hinterher: "Ich kann mich selber gut verteidigen. Und ich empfehle jeder Frau, sich nicht zum Opfer machen zu lassen."

Mehr noch: Gemeinsam mit ihren "Tatort"-Kolleginnen Ulrike Folkerts (Lena Odenthal), Eva Matthes (Klara Blum) und Adele Neuhauser (Bibi Fellner) engagiert sich Elisabeth Brück für das "Hilfetelefon - Gewalt gegen Frauen". "Aufrechter Gang, klarer Blick. Wenn ein Irrer merkt, du bist Opfer, dann ist es leicht für ihn."

Elisabeth Brück weist die Opferrolle also weit von sich. Den Rest erledigt hoffentlich bald die Polizei.

dho mit DPA
Themen in diesem Artikel