Vor seiner Zerstörung durch die Terrororganisation Islamischer Staat ab 2014 und der Rückeroberung durch irakische Streitkräfte 2017 galt Mossul, die Stadt am Tigris mit heute zwei Millionen Einwohnern als Symbol für Toleranz und kulturelle Vielfalt. Moschee, Minarette, Kirchen, aber auch Gassen und Märkte legten Zeugnis ab für ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher ethnischer und religiöser Gemeinschaften. Seit 2018 wird die Stadt, deren Denkmäler und Straßen ein einziges Trümmerfeld waren, nun unter internationaler Beteiligung tausender Experten wieder aufgebaut. Die ARTE-Doku "Mossul – Wiedergeburt einer antiken Metropole" zeigt die filigrane Arbeit der internationalen Archäologen, Architekten, Restauratoren und Handwerker unter dem Dach der UNESCO bis heute.
Kaum zu glauben, dass die 2.000 Jahre alte Stadt und deren Moscheen, Minarette und Kirchen zu restaurieren sei. Doch die Mammutaufgabe schreitet voran, wenn auch die Metropole sicherheitspolitisch mit der kulturellen Erneuerung nicht mithalten kann. Die ARTE-Doku zeigt die Arbeit bei der Rekonstruktion eines gekrümmten Minaretts ebenso wie die heiklen Malerarbeiten mit dem blauen Mossul-Alabaster. Dank ihrer ikonischen Denkmäler scheint das Zusammenleben von Moslems, von christlichen und jüdischen Gemeinden eine Renaissance zu erleben.
Mossul – Wiedergeburt einer antiken Metropole – Sa. 16.05. – ARTE: 20.15 Uhr