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Tod am Frühstückstisch: Journalistenlegende Lothar Loewe gestorben

Der TV-Journalist Lothar Loewe ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren in Berlin. Loewe war langjähriger ARD-Korrespondent Washington, Moskau und Ost-Berlin. Zur Berühmtheit wurde er 1976, als ihn die DDR wegen seiner kritischen Berichterstattung ausweisen ließ.

Der langjährige politische Fernsehjournalist Lothar Loewe ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren in Berlin, teilte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) mit.

Offenbar erlag Loewe einem Herzinfarkt. Er habe seiner Frau am Frühstückstisch noch aus der "Bild" vorgelesen, habe kurz gelacht und sei dann tot zusammengesackt, hieß es aus seinem Umfeld.

Der 1929 in Berlin geborene Journalist war ARD-Korrespondent in Washington, Moskau und Ost-Berlin. Dort berichtete er unter anderem über die Selbstverbrennung des ostdeutschen Pfarrers Oskar Brüsewitz. 1976 wurde er wegen seiner kritischen Berichterstattung aus der DDR ausgewiesen. Zum Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze hatte Loewe damals in einem Kommentar formuliert: "Hier in der DDR weiß jedes Kind, dass die Grenztruppen den strikten Befehl haben, auf Menschen wie auf Hasen zu schießen."

Von 1983 bis 1986 war Loewe Intendant des Senders Freies Berlin (SFB), einem der RBB-Vorgänger. 1992 betreute Lothar Loewe den ehemaligen Ost-Berliner Deutschlandsender Kultur als Hörfunkbeauftragter der ARD. Daraus ging die Gründung des Senders Deutschlandradio 1994 hervor. Zuletzt war Loewe als Kolumnist für die "Bild"-Zeitung tätig.

"Er war und blieb immer Reporter. Sobald die Aktualität rief, war er da", würdigte ihn RBB-Intendantin Dagmar Reim.

kng/DPA / DPA
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Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo