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TV-Kritik "Donnerstalk": Wie Dunja Hayali an Monica Lierhaus und Pauline scheiterte

Sie ist die Vertretung von Maybrit Illner: Dunja Hayali wechselt ins Abendprogramm. Zum Start von "Donnerstalk" war Monica Lierhaus zu Gast. Doch statt über ihr Schicksal, sollte diese über Therapiehunde sprechen.

Dunja Hayali, Monica Lierhaus und Hündin Pauline

Es hätte ein gutes Gespräch werden können: Moderatorin Dunja Hayali mit Gastreporterin Monica Lierhaus und Hündin Pauline

Nein, es ist nicht Mittwochabend. Und nein, der Sender heißt nicht RTL und der Moderator auch nicht Steffen Hallaschka. Reportagen, vertieft durch Studio-Live-Gespräche mit Experten und Betroffenen und eine Wundertüte an Themen, angefangen von Ausländerfeindlichkeit über Cyber-Mobbing bis hin zu der Sinnhaftigkeit von Therapiehunden: Den meisten Zuschauern dürfte dieses Konzept bekannt vorkommen. "Donnerstalk", die neue Sendung von "Morgenmagazin"-Moderatorin Dunja Hayali, erinnert stark an "Stern TV". Hauptunterschied sind die sogenannten Gastreporter. Den Auftakt dazu machte Ex-"Sportschau"-Moderatorin Monica Lierhaus.

"Wir möchten Themen angehen, die uns alle bewegen", leitete Hayali ihren "Donnerstalk" souverän ein. Nervosität wegen einer Live-Sendung? Iwo. Nach etlichen Jahren im Frühstücksfernsehen scheint sich die 41-Jährige diese abtrainiert zu haben. Sie bleibt souverän, selbst als sie bei der Vorstellung von Lierhaus patzt. Es sei deren erster Live-Auftritt seit sieben Jahren, kündigt Hayali die Kollegin an, die daraufhin sofort korrigiert: "Ich war schon live bei Sky ". "Wow", sagt Hayali und leitet dann zum eigentlichen Thema über: Lierhaus soll über Therapiehunde sprechen und hat dazu ihren eigenen Hund Pauline mitgebracht. 

"Wir haben immer noch einen prominenten Gast. Dieser nimmt sie mit als Reporter auf eine Reise hinein in ein Thema, das ihn richtig umtreibt", erklärt Hayali die Aufgabe der Gastreporter. Monica Lierhaus hatte im Jahr 2009 nach einer Operation ihre Sprach- und Bewegungsfähigkeit verloren und musste mühsam alles neu lernen. Mit ihrer Aussage, sie würde eine solche Operation nicht noch einmal vornehmen lassen, sorgte sie jüngst für Diskussionen. Das weiß auch Hayali und spricht sie darauf an. Aber sollte Lierhaus nicht über Therapiehunde sprechen?

Ja, aber nein - leider kann Hayali sich nicht recht entscheiden, was sie von ihrem prominenten Gast nun eigentlich will. Soll diese über ihr eigenes Schicksal referieren? Die unfaire Kritik, die ihr wegen ihres Interviews zuteil wurde? Das wäre spannend genug. Oder soll Lierhaus als Reporterin zum Einsatz kommen? Das Thema Therapiehunde mag nicht neu sein und der Aspekt, dass Krankenkassen die Kosten eines Blindenhundes tragen, nicht aber die eines Therapiehundes, vielleicht nicht der große Scoop, aber passt in das Konzept der Sendung.

Gastreporter? Braucht kein Mensch

Hayali kann weder das eine noch das andere richtig vertiefen. Stattdessen wird der Zuschauer den Verdacht nicht los, als habe man beim ZDF Lierhaus unbedingt in der Sendung haben wollen und die Redaktion raufte sich die Haare bei der Überlegung, auf welches Thema sie als Gastreporterin angesetzt werden könnte. Tiere gehen ja bekanntlich immer - und schwups, war wohl die Idee mit den Therapiehunden geboren. Das ist vor allem deshalb schade, weil Lierhaus so zur Statistin gerät. Es wäre besser und informativer gewesen, sie und ihre Hündin Pauline als Studiogäste zu haben und mit ihr ein intensives Gespräch zu führen.

Gastreporter? Braucht kein Mensch. Zwar wäre "Donnerstalk" dann vielleicht wirklich nur eine Kopie von "Stern TV". Aber das muss ja nicht schlecht sein.

mai
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(