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TV-Tipp 29.5: "Wall-E" Müllschlucker mit Herz


Eine mobile Schrottpresse erwärmt die Herzen, bringt uns zum Lachen und hält den Menschen den Spiegel vor. Das muss man erst mal schaffen. Pixars Geniestreich "Wall-E" ist unser TV-Tipp des Tages.

"Wall-E - Der Letzte räumt die Erde auf"
20.15 Uhr, Kabel Eins
ANIMATIONSFILM Aus dem ohnehin schon tollen Gesamtwerk des Animationsstudios Pixar ragt für mich ein Film heraus, der mich glücklich macht wie kaum ein anderes Leinwandwerk: "Wall-E", die Geschichte vom gleichnamigen Müllpressen-Roboter, der ganz allein die verlassene und vermüllte Erde aufräumt und in die vorbeifliegende Forschungsdrohne EVE verliebt. Am Ende retten die beiden die gesamte Menschheit, die verfettet auf Raumschiffen durch das All treibt.

Diese zweite Hälfte der Films ist toll inszeniert und sehr lustig, aber für mich eher Nebensache. Es ist die erste Hälfte des Filmes, die mich immer wieder grenzenlos begeistert. Denn zunächst wird kein Wort gesprochen. Wall-Es einsames Leben und doch irgendwie glückliches Leben auf der zur Schrotthalde verkommenen Erde und das zarte Anbandeln zwischen der kleinen Müllpresse und EVE werden ausschließlich über beeindruckende Bilder, ausdrucksstarkes Charakterdesign und perfekt passende Soundeffekte und Musik erzählt. Wahnsinn.

Ein TV-Tipp von Ralf Sander, Redakteur bei stern.de


Und das ist an diesem Tag noch sehenswert:

"Hollywoods Spaßfabrik"
16.00 Uhr, ARTE

DOKUMENTARFILM über den visionären Produzenten Hal Roach (1892–1992). Dessen Filme mit Laurel & Hardy, Harold Lloyd oder den "Kleinen Strolchen" (zwei ab 15.30 Uhr) setzten Slapstickstandards. Das Porträt zeigt seltene Aufnahmen, auch Roachs Töchter kommen zu Wort. (bis 17.30)

"Sherlock: Der leere Sarg"
21.55 Uhr, ARD

KRIMI Vor zwei Jahren sprang er vom Dach eines Hauses in den Tod. Jetzt kehrt Sherlock (Benedict Cumberbatch) zurück, um einen Anschlag auf das britische Parlament zu vereiteln. Vorher muss das Superhirn seinen besten, noch immer trauernden Freund Watson (Martin Freeman) besänftigen. Der ist erst fassungslos, dann zutiefst verletzt, dass Sherlock ihn nicht in die Vortäuschung seines Todes eingeweiht hat. Wie hat er den Sturz überhaupt überlebt? – Sherlocks Fanclub spielt in der Auftaktfolge zur 3. Staffel einige Theorien durch. Auch sonst besticht der Fall wieder mit einem irren Erzählrhythmus, der kongenial zur Denkgeschwindigkeit des "Helden" passt. Welcome back! freut sich auch stern.de-Kulturredakteurin Ulrike Klode. (bis 23.15)


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