Zaz – Sounds like Art
Zwischen Reflexion und Performance

  • von Rupert Sommer
Die Lieder vom neuen Zaz-Album gehen auch der Künstlerin oft direkt ans Herz.
Die Lieder vom neuen Zaz-Album gehen auch der Künstlerin oft direkt ans Herz.
© Arte/Klamalerei.tv

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ARTE zeigt ein vielschichtiges Porträt einer Künstlerin im Wandel. Inmitten der Museumsarchitektur und der ausgestellten Werke interpretiert Zaz ihre bekanntesten Songs wie "Je veux" und "On ira" neu, mit der für sie typischen Energie und emotionalen Direktheit.

Kunst trifft Pop, Museum trifft Bühne: ARTE zeigt eine neue Ausgabe des Formats "Sounds like Art", diesmal mit der französischen Sängerin Zaz, die aktuell auch durch Deutschland tourt, in einer außergewöhnlichen Kulisse. Die rund einstündige Produktion "ZAZ – Sonds like Art" führt ins MO Museum Vilnius, wo Musik und bildende Kunst zu einem intensiven Gesamterlebnis verschmelzen.

Das Konzept der Reihe: Musikerinnen und Musiker treten nicht auf klassischen Bühnen auf, sondern performen mitten in Museen, umgeben von Kunstwerken, die ihre Songs inspirieren und in neue Kontexte stellen. Für die Sängerin Zaz, die aus Tours stammt und mit Songs wie "Je veux" und "On ira" bekannt wurde, verwandelt sich das Museum in Vilnius in eine persönliche wie künstlerische Projektionsfläche. In dem von Stararchitekt Daniel Libeskind entworfenen Gebäude präsentiert sie ein Set mit Songs aus ihrer gesamten Karriere und bewegt sich dabei durch die Ausstellungsräume.

Eine Verneigung vor dem verstorbenen Vater

Begleitet wird die Performance von einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit Kunst und Geschichte: Die Musikerin setzt sich mit Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler auseinander, darunter Selma Selman, Vytautas Viržbickas, Baltos Kandys und Andrius Arutiunian. Gleichzeitig taucht sie in die Historie Litauens ein – jenes Landes, das 1990 als erstes seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion erklärte.

Doch die Sendung bleibt nicht bei kulturellen Beobachtungen stehen, sondern wird auch sehr persönlich: Zaz spricht offen über einschneidende Veränderungen in ihrem Leben seit der Corona-Pandemie. Dazu zählen ihr bewusster, nüchterner Lebensstil ebenso wie der Verlust ihres Vaters, der sich auch in ihrem aktuellen Album "Sains et saufs" widerspiegelt. Darauf verarbeitet sie unter anderem dessen Tod musikalisch und vertont ein Gedicht der iranischen Dichterin Forugh Farrochzad. Auch ihre Zusammenarbeit mit dem belgischen Musiker Noé Preszow wird thematisiert.

Zaz tritt demnächst unter anderem am Donnerstag, 16. Juli, in München sowie am Dienstag, 21. Juli, in Erlangen auf.

Zaz – Sounds like Art – Fr. 05.06. – ARTE: 23.30 Uhr

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