Die meisten Menschen wechseln zwar regelmäßig ihre Bettwäsche, doch die Matratze selbst gerät oft in Vergessenheit. Dabei verbringt der Mensch etwa ein Drittel seines Lebens im Bett – und hinterlässt dort Nacht für Nacht Spuren. Schweiß, Hautschuppen und andere Rückstände sammeln sich an.
Pro Nacht kann bis zu ein Liter Schweiß in Bettdecke, Bezug und Matratze gelangen. Gleichzeitig finden Millionen von Hausstaubmilben in der warmen und feuchten Umgebung ideale Lebensbedingungen. Wer die Matratze nie reinigt, schafft daher langfristig ein wenig hygienisches Klima im Schlafzimmer. Und das möchte vermutlich niemand, oder?
Wie oft haben Sie Ihre Matratze schon gereinigt?
Eine gründliche Matratzenpflege kann zudem unangenehme Gerüche verhindern und helfen, die Lebensdauer der Matratze zu verlängern. Besonders Menschen mit Hausstauballergien profitieren von einer regelmäßigen Reinigung, da sich Milben und ihre Ausscheidungen so nicht ansammeln können. Aber wie bekommt man eine unhandliche und oft schwere Matratze sauber? In die Waschmaschine kann man sie schließlich nicht stecken. (Wussten Sie übrigens, dass die Deutschen häufig unnötig heiß waschen?)
Schon einfache Maßnahmen helfen in Sachen Schlafhygiene. Empfehlenswert ist es etwa, das Bett morgens nicht sofort vollständig abzudecken, sondern zunächst zu lüften. Auch das Schlafzimmer selbst sollte regelmäßig gelüftet werden, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Darüber hinaus hilft es, die Matratze gelegentlich zu wenden und oberflächliche Verschmutzungen mit einem Staubsauger zu entfernen.
Matratzen-Bezüge lassen sich oft waschen
Viele moderne Matratzen haben Bezüge, die über einen Reißverschluss verfügen und sich abnehmen lassen. Diese kann (und sollte) man regelmäßig waschen. Da sie oft sehr groß und schwer sind, stoßen normale Haushaltswaschmaschinen allerdings manchmal an ihre Grenzen. In solchen Fällen kann ein Waschsalon mit größeren Geräten die bessere Wahl sein.
Hat Ihre Matratze keinen abnehmbaren Bezug, hilft ein altes Hausmittel: Natron. Streuen Sie ca. 50 bis 100 Gramm Natron gleichmäßig über die gesamte Matratze. Bei Bedarf können Sie das Pulver mit einer weichen Bürste in den Stoff einarbeiten. Wasser wird nicht benötigt. Lassen Sie das Natron mindestens sechs Stunden, am besten aber über Nacht, einwirken. Es zieht Feuchtigkeit und Gerüche aus der Matratze heraus. Saugen Sie das Pulver anschließend mit dem Staubsauger ab.
Letztlich gilt: Eine Matratze muss nicht ständig geschrubbt werden, sollte aber nicht über Jahre unbeachtet bleiben. Wer die genannten Pflegeschritte beachtet, schafft nicht nur ein angenehmeres Schlafklima, sondern sorgt auch dafür, dass die Matratze möglichst lange in gutem Zustand bleibt. So können Sie bequem und unbesorgt schlummern.