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100 Millionen Dollar: Toter Jackson räumt ab

Er ist seit Ende Juni tot und hat seitdem 100 Millionen Dollar verdient. Die Verwalter des Vermögens von Michael Jackson kommen beim Geldzählen kaum noch nach. Dabei stammt das Geld noch nicht einmal aus Plattenverkäufen.

Der verstorbene Popstar Michael Jackson hat seit seinem Tod mit einem Filmvertrag und mehreren Werbeverträgen bereits 100 Millionen Dollar (70 Millionen Euro) verdient. Weitere 100 Millionen Dollar erwarten seine Nachlassverwalter bis Ende des Jahres. "Das ist ein neuer Rekord, den so schnell niemand brechen wird", sagte der langjährige Jackson-Anwalt und derzeitige Vermögensverwalter John Branca der "New York Times".

Ein guter Teil des Geldsegens dürfte zunächst Löcher stopfen: Der "King of Pop" hat bei seinem Tod am 25. Juni mehrere hundert Millionen Dollar Schulden hinterlassen. Sein Vermögen - einschließlich eines 50-Prozent-Anteils an den lukrativen "Beatles"-Rechten - dürfte das Minus jedoch klar überwiegen. Einen genauen Überblick hat bisher allerdings noch niemand.

Branca und der als Mitverwalter eingesetzte Musikunternehmer John McClain rechnen dem Zeitungsbericht zufolge mit 50 bis 100 Millionen Dollar zusätzlichen Einnahmen im Jahr. Ihr Vorbild ist das Finanzimperium von Elvis Presley, dem 1977 gestorbenen "King of Rock’n’Roll". Sein Nachlass hat allein im vergangenen Jahr 55 Millionen Dollar eingebracht. "Wenn man das Presley-Erbe anschaut, sieht man die Chancen bei uns", sagte Branca.

Jeweils 40 Prozent von Jacksons Vermögen sollen seiner Mutter Katherine und den drei Kindern zugutekommen. Die restlichen 20 Prozent sind für soziale Zwecke vorgesehen. Ein Gericht versagte der Mutter kürzlich jedoch die Mitsprache in Geldentscheidungen. Die Kinder leben bei ihr, bekamen jedoch einen eigenen Anwalt für Finanzfragen.

"Moonwalk"-Handschuh unter dem Hammer

An seinem berühmten "Moonwalk"-Handschuh wird die Familie dagegen nichts verdienen. Am 21. November kommt der Handschuh bei der Auktion "Ikonen der Musik" im New Yorker Hard Rock Cafe am Times Square unter den Hammer. Als junger Star hatte Jackson 1983 bei einer Motown-Fernsehgala die Welt mit seinem "Billie Jean"-Solo und dem dazugehörigen extravaganten Tanz, dem "Moonwalk", überrascht. Mit dabei war der glitzernde Handschuh an der linken Hand. Es ist "der Heilige Gral der Michael-Jackson-Gedenkstücke", so Darren Julien vom gleichnamigen Auktionshaus. Für kleines Geld dürfte er sicher nicht den Besitzer wechseln.

DPA/AP / AP / DPA