Autopsiebericht Michael Jackson starb als gesunder Mann


Die ersten Ergebnisse aus Michael Jacksons Autopsiebericht liegen vor und belasten seinen Leibarzt Conrad Murray schwer. Den Dokumenten zufolge starb Jackson als körperlich gesunder Mann. Schuld an seinem Tod war allein das Narkosemittel Propofol - verabreicht von Murray.

Der Autopsie-Bericht zu Michael Jacksons Tod bringt dessen Leibarzt, Conrad Murray, in Bedrängnis. Nach dem Bericht, den die Nachrichtenagentur AP einsehen konnte, war Jackson bei seinem Tod ein gesunder Mann, und keinesfalls das oft beschriebene abgemagerte und körperlich ruinierte Skelett. Spuren illegaler Drogen wurden zudem nicht in seinem Körper gefunden. Seine Arme seinen mit Einstichen übersäht gewesen, sein Gesicht mit Narben überzogen. Er habe tätowierte Augenbrauen und Lippen gehabt, aber im großen und ganzen sei sein Gesundheitszustand gut gewesen, heißt es in dem Bericht.

Die Ergebnisse könnten ein ernstes Problem für Murray bedeuten, der zugegeben hat, dem Popstar kurz vor seinem Tod ein starkes Narkosemittel injiziert zu haben. Dem Bericht zufolge litt Jackson zwar etwas unter Arthritis und hatte leichte Lungenschäden. Keines der Probleme war aber lebensbedrohlich oder hätte auch nur einen Anteil an seinem Tod haben können.

Sein Herz war stark, die Leber nicht geschädigt

Der Gesundheitszustand des 50-jährigen sei im großen und ganzen gut gewesen. Sein Herz war stark, die Leber nicht geschädigt. Auch sein Gewicht, 62 Kilogramm bei 1,75 Metern Körpergröße, sei nicht besorgniserregend gewesen. Der Gerichtsmediziner des Bezirks Los Angeles stuft den Tod Jacksons deswegen als Tötungsdelikt ein. Todesursache sei eindeutig das von Murray verabreichte Narkosemittel gewesen. Für die Behandlung habe darüber hinaus kein medizinischer Grund vorgelegen.

Die Ergebnisse der Autopsie untergraben eine mögliche Verteidigungsposition Murrays. Er kann sich nun nicht mehr darauf berufen, dass Jackson ihm ernste Vorerkrankungen verschwiegen hätte, die zu seinem Tod hätten beitragen können. Stan Goldmann, Professor für Strafrecht, sagte, die Ergebnisse der Autopsie würden einer Anklage gegen Murray den Weg ebnen. Die Frage sei nur, ob er eventuell sogar wegen Mordes vor Gericht gestellt werde.

Murray hatte gegenüber der Polizei angegeben, Jackson lediglich eine sehr kleine Dosis des Narkosemittels verabreicht zu haben - eine Version, die nun Zweifel auf sich zieht. Der Arzt hat sich seit dem Tod Jacksons nur in einem kurzen Video, das auf YouTube erschien, öffentlich geäußert. In dem Video erklärt er: "Ich habe die Wahrheit gesagt und ich glaube daran, dass die Wahrheit siegen wird."

Thomas Watkins/AP AP

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