HOME

Beleidigung von Ex-"Big Brother"-Kandidatin: Bushido muss 12.000 Euro zahlen

Beim Gangsta-Rap gehören Beleidigungen zum guten Ton. Doch vor Gericht gelten andere Gesetze. Weil Bushido auf diversen Internetplattformen massiv gegen eine ehemalige "Big Brother"-Kandidatin austeilte, muss er nun tief in die Tasche greifen.

Nach Beleidigungen im Internet soll Rapper Bushido 12.000 Euro an eine ehemalige "Big Brother" -Kandidatin zahlen. Das sieht ein Vergleich vor, auf den sich beide Parteien am Donnerstag am Berliner Landgericht einigten. Der 33 Jahre alte Rapper hatte sich laut Gericht auf den Seiten von Myspace, Facebook und Twitter abfällig über die Frau geäußert. Sie hatte bereits erstritten, dass Bushido die Äußerungen nicht wiederholen darf und zudem löschen muss.

In der anschließenden Zivilklage forderte die Frau laut Gericht 100.000 Euro als Entschädigung wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts sowie 20.000 Euro als Vertragsstrafe wegen der angeblich verzögerten Löschung auf Seiten von Myspace. Mit der Einigung auf 12.000 Euro sollen laut Gericht alle Ansprüche der Streitparteien abgegolten sein. Die Klägerin müsse allerdings neun Zehntel der Kosten des Rechtsstreits tragen. Beide Seiten können den Vergleich noch innerhalb von zwei Wochen widerrufen (Az: 33 O 434/11).

Es ist nicht das erste Mal, dass Bushido für beleidigende Äußerungen tief in die Tasche greifen muss. Zuletzt hatte das Berliner Amtsgericht den Rapper im Dezember 2011 zu einer Geldstrafe von 19.500 Euro Geldstrafe verurteilt. Bushido hatte einen Mitarbeiter des Ordnungsamtes als Idioten beschimpft hatte.

jwi/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel