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Wimbledon-Halbfinale von 1995: Perfide Strategie: Das sagt Boris Becker heute über seinen Flirt mit Brooke Shields

Boris Becker war als Tennisspieler dafür bekannt, die sogenannten Big Points für sich zu entscheiden. Dafür waren ihm offenbar auch fiese Flirt-Strategien recht – so wie 1995 mit Brooke Shields. 

Boris Becker

Boris Becker spricht in der Doku "Der Starmacher - Gewinnen um jeden Preis" über seine fiese Masche gegen Andre Agassi

Für Boris Becker sah es 1995 im Wimbledon Halbfinale nicht gut aus. Sein Gegner, US-Amerikaner Andre Agassi, hatte den ersten Satz mit 6:2 klar für sich entscheiden können. Becker musste sich eine neue Spielstrategie überlegen, um noch mal zurückzukommen und seinen Traum vom Wimbledon-Finaleinzug erfüllen zu können. 

Boris Becker: Das lief 1995 mit Brooke Shields

Wie er das getan hat, darüber spricht Becker in einer Dokumentation über Tennistrainer Nick Bollettieri. "Hätte er im zweiten Satz gewonnen, wäre es das gewesen. Ich musste was ändern. Ich dachte: 'Wie unterbreche ich seinen Flow?'", erzählt

Brooke Shields

Brooke Shields in Andre Agassis Loge in Wimbledon

Picture Alliance

Becker in der Doku. Statt sich ganz auf sein Tennis zu konzentrieren, dachte sich Becker allerdings eine andere Strategie aus. "Ich habe zu seiner Loge geschaut und seine wunderschöne Frau, Brooke Shields, saß dort. Ich fing an, mit ihr zu flirten", verrät der Leimener. "Das Publikum wusste das nicht. Ich warf ihr Küsse zu und war charmant zu ihr. Als ich merkte, dass ihn das auf die Palme bringt, habe ich weiter gemacht. Direkt vor seiner Nase. Das mag kein Mann. Schon gar nicht in Wimbledon", erzählt er. "Wer würde es wagen, das zu tun? Ich habe es gewagt." Mit Erfolg.

Beckers perfide Flirt-Strategie ging auf. Er gewann das Halbfinale noch mit 7:6, 7:4 und 7:6, verlor dann aber im Finale gegen Pete Sampras. 

Agassi war wütend

Andre Agassi, der heute mit Steffi Graf verheiratet ist, war allerdings nicht gut auf seinen deutschen Konkurrenten zu sprechen, wie er vor Jahren in einem Interview mit der "Welt" zugab. "Ich wollte in dem Moment am liebsten zum Boxen wechseln. Ich hätte ihm eine reinhauen können. Ich habe ihn dafür gehasst", gab der heute 48-Jährige zu. Mittlerweile hätte er Becker allerdings verziehen. "Im Rückblick nehme ich ihm das nicht übel, es war in der Hitze des Gefechts."

Tennsitrainer Nick Bollettieri hatte Becker damals den entscheidenden Hinweis gegeben. "Ich sagte Boris damals, dass man Andre mental schlagen muss, um ihn zu besiegen", verrät er in der Dokumentation. Und wie könnte er ihn fieser und geschickter schlagen, als über seine Ehefrau? Nicht ohne Grund war Boris Becker ein Mann für die Big Points. 

Die Dokumentation über Nick Bollettieri, "Der Starmacher - Gewinnen um jeden Preis", sehen Sie am 14. April, 20:15 Uhr bei GEO Television und bei TV NOW. 

Quelle: "RTL.de" / "Welt"

Boris Becker genießt dekadentes Essen
ls