HOME

Interview im GQ-Magazin: Alkoholsucht und Trennung: Brad Pitt bricht sein Schweigen

Sechs Monate war Brad Pitt in der Öffentlichkeit kaum zu sehen. Nun ist er wieder bereit für den großen Auftritt. In einem Interview mit dem Magazin "GQ Style" sprach er über die Liebe, den Verlust und den Alkohol.

Brad Pitt bei der Premiere von "Die versunkene Stadt Z" im April 2017

Brad Pitt bei der Premiere von "Die versunkene Stadt Z" im April 2017

Abgemagert, müde, nachdenklich - so zeigt das Cover der neuen Ausgabe des US-Magazins "GQ Style" Brad Pitt. Von dem einstigen Sexsymbol scheint nicht mehr viel übrig zu sein. Das letzte halbe Jahr hat deutlich das Gesicht des Schauspielers gezeichnet. Im vergangenen September wurde die Trennung von Angelina Jolie publik. Trotz eines tobenden Rosenkrieges äußerte sich der Hollywood-Star nicht zu seiner gescheiterten Ehe, zog sich weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurück - bis jetzt. Im ersten großen Interview nach der Scheidung bekennt Brad Pitt nun ganz offen: Der Alkohol war Schuld an der Trennung. 

"Ich habe zu viel gesoffen, es wurde zum echten Problem", so der 53-Jährige. "Ganz ehrlich, ich konnte einen Russen mit seinem eigenen Wodka unter den Tisch trinken, ich war ein Profi." Und Pitt legt nach: "Ich kann mich nicht an einen Tag seit dem College erinnern, an dem ich nicht besoffen war oder etwas geraucht habe." Als er mit der Familienplanung begonnen habe, habe er zwar mit allem bis auf den Alkohol aufgehört. Doch im letzten Jahr habe er zu viel getrunken, anstelle sich mit seinen Problemen auseinanderzusetzen.

Brad Pitt: "Ich habe jetzt den saubersten Urin von ganz L.A"

Seit der Trennung von Angelina Jolie habe er jedoch dem Alkohol abgeschworen. Seine Trinkerei habe er durch eine Therapie ersetzt. "Ich liebe sie. Ich habe zwei Therapeuten ausprobiert, bevor ich den richtigen gefunden habe", erzählt Pitt dem "GQ Style". Seit einem halben Jahr soll er nun trocken sein. Statt zur Flasche zu greifen, trinke er lieber Cranberrysaft und Sprudelwasser. "Ich habe jetzt garantiert den saubersten Urin von ganz L.A", scherzt er. 

Die Trennung zehrt aber immer noch stark an Pitt. Die erste Zeit danach habe er sich in einem kleinen Haus in Santa Monica verkrochen. "Zuhause war es einfach zu traurig. Dort war es immer verrückt und chaotisch. Und dann gab es da plötzlich diese sehr, sehr ernsten Tage.“ Vor allem macht er sich Sorgen, dass der Sorgerechtsstreit mit Jolie seinen Kindern schaden könnte. "Es tut mir weh, dass sie dem allen ausgesetzt sind", sagt er.

Die Familie stehe für ihn nach wie vor an erster Stelle. "Auf ihrem Sterbebett sprechen Menschen nicht darüber, was sie erreicht haben und womit sie ausgezeichnet wurden. Sie sprechen über ihre Liebsten oder darüber, was sie bereuen."

Brangelina-Trennung: Zehn spannende Fakten über Brad Pitt
ivi
Themen in diesem Artikel