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Instagram-Account Sie litt, aber postete fröhliche Bilder: Britney Spears entschuldigt sich bei ihren Fans

Britney Spears
Britney Spears im Jahr 2018
© Chris Pizzello / Picture Alliance
Mit ihren Beiträgen auf Instagram erweckte Britney Spears jahrelang den Eindruck, sie führe ein glückliches Leben. Sie habe das getan, weil sie sich für das geschämt habe, was ihr passiert sei, erklärte die 39-Jährige jetzt ihren Fans.

Sie tanzt, sie lacht, sie beteuert, dass alles in bester Ordnung sei: Auf ihrem Instagram-Account hat Britney Spears in den vergangenen Jahren regelmäßig Beiträge gepostet, die zeigen sollen, dass es ihr gut geht. Doch Fans der Sängerin hatten schon lange Zweifel an deren Wohlbefinden, gründeten sogar die "Free Britney"-Bewegung, um die 39-Jährige aus ihrer Vormundschaft zu befreien. Spätestens seit einer Gerichtsanhörung in dieser Woche ist klar, dass die Sorgen um den Popstar nicht unbegründet sind. 

"Ich bin traumatisiert. Ich bin nicht glücklich, ich kann nicht schlafen. Ich bin so wütend, das ist verrückt. Und ich bin deprimiert. Ich weine jeden Tag", schilderte Spears per Telefon ihre Situation und bezeichnete die seit 2008 bestehende Vormundschaft als "Missbrauch". 

Britney Spears entschuldigt sich auf Instagram

Warum sie ihren Fans auf Instagram trotzdem jahrelang versuchte, eine heile Welt vorzugaukeln, erklärte Spears nun so: "Ich entschuldige mich dafür, so getan zu haben, als sei ich okay gewesen in den vergangenen zwei Jahren. Glaubt mir oder nicht, so zu tun, als sei ich okay, hat mir tatsächlich geholfen. Ich habe es aus Stolz getan und, weil ich mich für das geschämt habe, was mir passiert ist", schreibt Spears in einem Beitrag auf Instagram. 

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Selbst in den schwierigsten Momenten einen positiven Anschein zu erwecken, das habe sie von ihrer Mutter Lynne gelernt. "Egal wie beschissen ein Tag war, als ich jünger war – mir und meinen Geschwistern zuliebe tat sie immer so, als wäre alles in Ordnung", so Spears. Instagram habe ihr das Gefühl gegeben, wichtig zu sein, trotz allem, was sie durchgemacht habe.

Dass im Leben der Sängerin gar nichts in Ordnung ist, weiß die Welt spätestens seit der Gerichtsanhörung. Dort machte die 39-Jährige erstmals deutlich, wie sehr sie unter der Vormundschaft ihres Vaters leidet. Sie könne nichts allein entscheiden, sie würde von ihrer Familie und ihrem Management kontrolliert und ausgebeutet. Gegen ihren Willen sollen ihr Medikamente verabreicht und eine Spirale zur Verhütung eingesetzt worden sein, damit sie nicht erneut schwanger werde. Ihr Vater Jamie würde sie wie eine Sklavin behandeln und gehöre ins Gefängnis. "Ich will einfach mein Leben zurück", sagte Spears. Die nächste Gerichtsanhörung ist für Mitte Juli angesetzt.

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jum

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