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Tweet nach Anhörung der Sängerin "Was mit ihr passiert, ist einfach nicht richtig": Warum Justin Timberlake plötzlich Britney Spears unterstützt

Britney Spears, Justin Timberlake
Britney Spears und Justin Timberlake waren Anfang der Nullerjahre ein Paar
© Ipol Barry king/ / Picture Alliance
Jahrelang hat er von ihrem Absturz profitiert, jetzt schlägt er sich auf ihre Seite: Justin Timberlake hat nach der schockierenden Aussage von Britney Spears vor Gericht Unterstützung für die Sängerin signalisiert.

Britney Spears hat mit einer Aussage vor Gericht in Kalifornien für Schlagzeilen gesorgt: Die Sängerin berichtete erstmals öffentlich von den Details ihrer Vormundschaft unter der sie seit 13 Jahren steht. Sie sprach von Mobbing und Strafen, von Zwangs-Auftritten und sogar Zwangsverhütung. Der Auftritt sorgte für schockierte Reaktionen im Netz, auch von prominenter Seite. Unter anderem meldete sich überraschend Britney Spears' Exfreund Justin Timberlake zu Wort.

"Nach dem, was wir heute gesehen haben, sollten wir jetzt alle Britney unterstützen. Unabhängig von unserer Vergangenheit, gut oder schlecht, und egal wie lange es her ist ... was mit ihr passiert, ist einfach nicht richtig. Keine Frau sollte jemals daran gehindert werden, Entscheidungen über ihren eigenen Körper zu treffen. Niemand sollte jemals gegen seinen Willen festgehalten werden ... oder jemals um Erlaubnis bitten müssen, auf alles zuzugreifen, wofür er so hart gearbeitet hat", schrieb er in einem Tweet.

Zudem erklärte der Sänger, der seit 2012 mit Jessica Biel verheiratet ist: "Jess und ich senden Britney in dieser Zeit unsere Liebe und unsere absolute Unterstützung. Wir hoffen, dass die Gerichte und ihre Familie das wiedergutmachen und sie so leben lassen, wie sie leben möchte."

Justin Timberlake hat sich bei Britney Spears entschuldigt

Die Aussagen kommen überraschend, denn erst kürzlich hat sich Justin Timberlake bei seiner Exfreundin Britney Spears entschuldigt. Es tue ihm zutiefst leid, er habe versagt, er wolle nicht mehr von Sexismus profitieren, schrieb er, nachdem er für sein früheres Verhalten in die Kritik geraten war. Auslöser war die Doku "Framing Britney Spears" der "NY Times", die ein schlechtes Licht auf Timberlake und seinen Umgang mit Frauen warf. Vor allem die Art und Weise, wie er Britney Spears nach der Trennung in den Medien darstellte und für seine Karriere nutzte, sorgte für Unmut. 

Britney Spears postet Tanzvideo auf Instagram

Damals, im März 2002, nutzte er jede Gelegenheit, um sich als Opfer dazustellen. Immer wieder deutete er in Interviews an, dass Britney ihn betrogen hätte. Schnell war sie von den Medien als Schuldige ausgemacht und musste sich großen Anfeindungen stellen. "Was hast du ihm nur angetan?", wurde sie in Interviews gefragt. Timberlake gab hingegen damit an, mit Spears geschlafen zu haben - und stellte sie damit als Lügnerin dar. Spears' Image erlitt einen großen Schaden, sie galt in der Öffentlichkeit als Schlampe und Timberlake heizte das Narrativ munter weiter an. Denn für ihn lohnte es sich: Seine Solokarriere drohte gerade zu floppen, da veröffentlichte er im Dezember 2002 den Hit "Cry Me A River", einen Liebeskummersong über einen Betrug, im Video ist eine Britney-Doppelgängerin zu sehen.

Entsprechend kritisch sehen manche Fans auf Twitter nun Timberlakes neueste Kommentare. "Junge, wir haben die Dokumentation gesehen. Hör auf mit dem Scheiß", schreibt ein User. Ein anderer kommentiert: "Du hast dabei auch eine Rolle gespielt. Du bist kein Held, nur weil du jetzt darüber sprichst, um gute Presse zu bekommen und als solcher dargestellt zu werden. Wir sehen, was du hier versuchst." Andere wiederum finden, dass eben genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um zu zeigen, dass Timberlake es mit seiner Entschuldigung ernst meinte.

sst

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