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Cameron Diaz: Blondine auf Solo-Pfaden

Fast ein Jahr lang kokettierten und knutschten Cameron Diaz und Paul Sculfor in der Öffentlichkeit. Seit einigen Wochen herrscht Funkstille. Die Anzeichen, dass sich die Schauspielerin und das Model getrennt haben, verdichten sich.

Von Nina Anika Klotz

Eins muss man Cameron Diaz lassen: Sie ist einfach ehrlich. Legendär ihre unbekümmerten Berichte über Hautprobleme, Surfunfälle und Lieblingsgerichte mit irre viel Knoblauch - und ihr derbes Lachen. Wer selbst so frei heraus ist, darf von seinem Partner erwarten, dass auch der stets er selbst bleibt. "Ich werde doch nicht irgendeinen Idioten in mein Leben lassen", sagte die Schauspielerin erst kürzlich der amerikanischen "InTouch".

Nun, Model Paul Sculfor war nicht immer ganz so ehrlich und bekam jetzt scheinbar die Quittung: Diaz soll den Engländer abserviert haben. Bestätigt wurde dies bisher noch nicht. Weder von Diaz, noch von Sculfor. Der kokettierte ständig mit seinem Image als Underdog aus einem englischen Arbeiterviertel, der es irgendwie ins Modelbusiness geschafft hat.

Amateurboxer sei er gewesen und Maurer, ein ganz armer Kerl! Fakt ist aber: Paul Sculfor kommt nicht aus derart einfachen Verhältnissen. Seine Eltern wohnen in einem schnieken Bungalow in Hornchurch, England. Dort hat der 16-jährige Sculfor mal aushilfsweise auf dem Bau gearbeitet, bevor er die Schauspielschule "The Actors Temple" in London besuchte. "Er sprach früher immer davon, dass er gern Schauspieler werden würde. Aber vor lauter Modeln hatte er kaum Zeit dafür", so ein alter Schulfreund aus Essex. Seit fast zwanzig Jahren läuft Sculfor für die ganz großen Labels über den Laufsteg, etwa Jean Paul Gaultier oder Dior.

Mit seiner "Unschuld vom Lande"-Masche ging Sculfor der Hollywood-Clique um Cameron Diaz ziemlich auf die Nerven. Und mit seiner Vorliebe für berühmte Freundinnen (Lisa Snowdon, Jennifer Aniston) stand er bei Mädels wie Drew Barrymore ohnehin unter Generalverdacht. Lange nahm Diaz den etwas speziellen Sculfor einfach mit Humor. Neulich etwa, als sie eine graue Haarsträhne bei sich entdeckte. "Ich habe sie Paul genannt", witzelte sie. Das war, nachdem es wieder einmal heftig gekracht hatte. Doch dann kam eine Zeit - da war er in England und sie in den USA - , in der die Schauspielerin intensiv über sich und ihr Leben nachdachte. Dabei entdeckte sie eine zauberhaft leichte Philosophie der Liebe, die sie gerade im britischen "Closer"-Magazin preisgab: "Wir verlieben und wir entlieben uns. Es geht dabei nicht nur um die Liebe zu einem bestimmten Mann oder einer Frau, sondern das sind Dinge, die wir im Laufe unseres Lebens sammeln, um uns selbst zu erschaffen." Will sagen: Paul war eine weitere bereichernde Episode ihres Lebens, mit der sie nun offensichtlich abgeschlossen hat. Mit einem strahlenden Lächeln.

Cameron Diaz ist 36 Jahre alt und war in ihrem Leben noch nie verheiratet, in Hollywood eine Seltenheit. Sie hatte aufregende Flirts wie mit John Mayer, sie fand die große Liebe mit Justin Timberlake. Und oft war Diaz Single - glücklicher Single. "Die Leute denken, wenn du solo bist, fehlt dir etwas", sagt sie. "Das stimmt nicht. Ich möchte nicht in einer Beziehung sein, die mich dann erst komplett macht." Sie will unabhängig bleiben. Was nicht heißt, dass ihr der Wagemut zur Liebe fehlt: "Ich mag Jungs. Ich bin total jungsverrückt. Das hat sich, seit ich jung war, nicht geändert."

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