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Dänemark: Königs im Minus

Das dänische Königshaus plagen ähnliche Sorgen wie die kleinen Leute: Königin Margrethe sitz auf einem hohen Schuldenberg. Schuld soll die teure Hochzeit ihres Sohnes sein.

Im ersten Finanzbericht seiner Geschichte hat das dänische Königshaus rote Zahlen geschrieben. Grund für das Minus in Höhe von 17 Millionen Kronen (2,3 Millionen Euro) waren die große Hochzeitsfeier von Kronprinz Frederik mit Mary Donaldson vor einem Jahr sowie die Renovierung des Hauses, in das die Frischvermählten einzogen. Auch der Kauf eines neuen Autos für Königin Margrethe schlug teuer zu Buche, wie aus dem in Kopenhagen veröffentlichen 45-seitigen Bericht hervorging.

In dem Geschäftsbericht sind die Gesamtausgaben der Königsfamilie vom 1. April bis zum 31. Dezember 2004 aufgeführt. Das dänische Parlament wies Margrethe im vergangenen Jahr 59 Millionen Kronen zu für die Bezahlung ihrer 125 Mitarbeiter, ihre Haushaltsausgaben sowie ihre persönlichen Aufwendungen. Bis Ende Dezember war dieses Budget um 12,6 Millionen Kronen überzogen. Einzeln waren die Ausgaben jedoch nicht aufgeschlüsselt. Das Königshaus zahlt keine Steuern.

Teure Hochzeit

Eines der größten Löcher riss Frederiks Hochzeit am 14. Mai in die Haushaltskasse, wie Haushofmeister Ove Ullerup mitteilte. Margrethe bezahlte die Heirat in der Kathedrale von Kopenhagen und die anschließende Feier im Fredensborg-Palast 35 Kilometer nördlich der Hauptstadt. Teuer kam die Familie anschließend auch die Renovierung von Frederiks und Marys 700 Quadratmeter großem Wohnhaus, einem Anbau des Fredensborg-Palastes. Mit der Veröffentlichung des Bericht will die Königsfamilie ihr Finanzgebaren transparenter machen.

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