Skandal Helge Achenbach Ihr Exmann betrog die Aldi-Familie und stürzte sie in den finanziellen Ruin. Wie geht es Dorothee Achenbach heute?

Dorothee Achenbach
Dorothee Achenbach, 59, in ihrer Düsseldorfer Wohnung
© Henning Ross Fotografie
Als ihr Mann Helge Achenbach wegen Kunstbetrugs an der Aldi-Familie verurteilt wurde, bedeutete das auch ihren finanziellen Ruin. Was macht eigentlich Dorothee Achenbach?

Frau Achenbach, Ihre Wäsche kennt jetzt jeder. Wie fühlt sich das an?
Nun, es gibt Tischwäsche, Bettwäsche, Schmutzwäsche – die meisten assoziieren aber andere Wäsche, nämlich Unterwäsche. Der Titel meines ersten Buches, "Meine Wäsche kennt jetzt jeder", war in dieser Hinsicht etwas reißerisch. Ich wollte damit sagen, dass Hausdurchsuchungen und Gerichtsvollzieherbesuche extrem in die Intimsphäre eingreifen. Und er erinnert daran, dass viel schmutzige Wäsche im Zusammenhang mit dem Skandal gewaschen wurde.

Dorothee Achenbach
Dorothee Achenbach wurde 1963 in Trier geboren. Sie studierte Kunstgeschichte, arbeitete nach der Promotion als Kunstberaterin und heiratete ihren Chef Helge Achenbach. Er betrog, ohne ihr Wissen, reiche Kunden, darunter den Aldi-Erben Berthold Albrecht. 2015 wurde er zu sechs Jahren Haft verurteilt, er musste 16,1 Millionen Euro Schadenersatz leisten. Seine Frau ließ sich scheiden, verarbeitete das Erlebte in Büchern. Zuletzt schrieb sie den Roman "Im Schatten des Mondsterns". Dorothee Achenbach lebt in Düsseldorf und arbeitet in einem Kunstverlag
© Stefano Laura / BILD

Wie war das für Sie?
Es wurde sehr viel in den Medien geschrieben. Indem ich in zwei Büchern alles aus meiner Sicht schilderte, habe ich mir einen Teil der Deutungshoheit zurückerobert.

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