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Erneuter Prozessauftakt in Italien: Gericht urteilt über Amanda Knox

Der Fall um den "Engel mit den Eisaugen" geht in die letzte Runde. Ein Gericht in Perugia wird sich entscheiden müssen: Ist Amanda Knox Justizopfer oder doch kaltblütige Mörderin?

Das höchste italienische Gericht hat am Montag mit seinen Beratungen im Fall des "Engels mit den Eisaugen" begonnen. Der Kassationsgerichtshof in Rom entscheidet in letzter Instanz in dem Fall um den Mord an der britischen Austauschstudentin Meredith Kercher im November 2007 in Perugia.

Knox und ihr Ex-Freund Raffaele Sollecito waren im Dezember 2009 wegen Mordes an der 21-jährigen Britin Meredith Kercher verurteilt worden. Kercher war am 2. November 2007 mit durchschnittener Kehle, vergewaltigt, halbnackt in einer Wohnung in Perugia gefunden worden.

Unregelmäßigkeiten im Verfahren

Das Gericht will festellen, ob es in dem Verfahren Unregelmäßigkeiten gab, die für dessen Wiederaufnahme sprechen. Knox und Sollecito waren zunächst nach ihrer Verurteilung wieder freigesprochen worden, woraufhin Kerchers Familie und die Staatsanwaltschaft in Berufung gegangen war.

Das Gericht kann den Freispruch für die amerikanische Studentin Amanda Knox - wegen ihres Aussehens auch "Engel mit den Eisaugen" genannt - und ihren Ex-Freund Sollecito entweder bestätigten oder aufheben und damit einen neuen Prozess anordnen. Die Entscheidung des Gerichts wurde auf diesen Dienstag verschoben.

ds/DPA / DPA