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Epstein-Vertraute Kaution von 28,5 Millionen Dollar abgelehnt: Ghislaine Maxwell bleibt in Haft

Ghislaine Maxwell
Ghislaine Maxwell wurde im Juli festgenommen
© Laura Cavanaugh / Getty Images
Fast 30 Millionen Dollar bot das Team von Ghislaine Maxwell, damit die frühere Epstein-Vertraute bis zum Beginn ihres Prozesses aus dem Gefängnis entlassen und unter Hausarrest gestellt wird. Doch die Richterin lehnte ab.

Ghislaine Maxwell, die frühere Komplizin von Jeffrey Epstein muss weiter im Gefängnis bleiben. Es bestehe nach wie vor Fluchtgefahr, entschied die New Yorker Richtern Alison Nathan. Sie hatte im Juli und August bereits zwei ähnliche Anträge Maxwells – auf Freilassung gegen Kaution und auf Verlegung aus der Einzelhaft – abgelehnt. Im kommenden Sommer soll der Prozess gegen Maxwell beginnen.

Ihr Team hatte eine Kaution in Höhe von 28,5 Millionen Dollar geboten, damit die 59-Jährige unter Hausarrest gestellt wird statt in Untersuchungshaft zu sitzen. Ein Großteil der Summe sollte aus dem Vermögen von Maxwells Ehemann Scott Borgerson kommen, weitere fünf Millionen Dollar wollten Freunde der Britin beisteuern.  

Doch Geld allein konnte Richterin Nathan nicht überzeugen. Sie befürchtet offenbar, dass sich Maxwell aus den USA absetzen könnte, um sich so einer möglichen Verurteilung zu entziehen. Die Epstein-Komplizin besitzt mehrere Staatsangehörigkeiten und Pässe.

Ghislaine Maxwell plädiert auf "nicht schuldig"

Maxwell wurde Anfang Juli im US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen. Ihr werden sechs Anklagepunkte vorgeworfen, darunter Verführung Minderjähriger zu illegalen Sexhandlungen und Meineid. Auf die Anklagepunkte, die sich auf die Jahre 1994 bis 1997 beziehen, stehen jeweils Höchststrafen von fünf bis zehn Jahren Gefängnis. Maxwell hatte Mitte Juli vor Gericht eine Beihilfe jedoch bestritten und auf "nicht schuldig" plädiert.

Ihr Ex-Partner Jeffrey Epstein soll Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. 2008 entging er in dieser Sache einem Bundesverfahren, indem er eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft einging. Epstein bekannte sich damals teilweise schuldig und bekam eine milde Haftstrafe. 2019 wurde er in New York erneut angeklagt und nahm sich kurz danach offiziellen Angaben zufolge in einer Gefängniszelle das Leben.

jum/DPA

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