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"Du fühlst dich unglaublich sauber": Gwyneth Paltrow rät zum Vaginal-Dampfbad

Wohlfühlen, untenrum frisch werden und dabei unbekannte Energien freisetzen - klingt zu schön, um wahr zu sein? Nicht für Gwyneth Paltrow, die auf ihrem Luxus-Blog ein besonderes Dampfbad empfiehlt.

Von Frank Siering, Los Angeles

Gwyneth Paltrow, 42, hat einen Oscar, zwei Kinder und einen Ex-Mann, mit dem sie auch heute noch bestens befreundet ist. Ach, und sie ist Chefin der Lifestyle-Website "Goop". Die spezialisiert ist auf amüsante Tipps für Frauen mit einem Einkommen von einer Million Dollar und mehr im Jahr.

Der neue Vorschlag an ihre Leser der einstigen Ehefrau von Coldplay-Sänger Chris Martin lässt einen allerdings etwas ratlos zurück. Paltrow schreibt über eine besondere Methode zur Reinigung des weiblichen Intimbereichs: Nach einer Kräuter-Dampfbehandlung mit dem Mugwort V-Stream "fühlst du dich unglaublich sauber", so Paltrow.

Treffen sie Frau Paltrow in der Intim-Dampfsauna

Und so soll es funktionieren: Die Protagonistin setzt sich auf eine Art WC, dann spülen eine Mischung aus Wermutkraut-Dampf und Infrarot-Strahlen auf den Intimbereich ein. Paltrow verspricht, dass auf diese Weise die Gebärmutter gereinigt wird. Nebenbei sollen auch noch nie zuvor gefühlte Energien freigesetzt werden, auf die Paltrow allerdings nicht genauer eingeht.

Ein Spa im kalifornischen Santa Monica, Paltrow wohnt in unmittelbarer Naehe, biete diese Prozdur bereits an. Ungeniert fordert Paltrow ihre Leserinnen auf, "sofort dorthin zu gehen". Eine Anfrage bei ihrem Management, ob sie für diesen Artikel bezahlt wurde, blieb bislang unbeantwortet.

Dampf kommt überall hin, aber nicht in die Gebärmutter

Ob diese Methode von Scham und drum herum tatsächlich ein Erfolg sein kann, wird jedoch angezweifelt. Diverse Mediziner meldeten sich kurz nach der Veröffentlichung des Artikels und warnten vor dieser Art der Reinigung. Wermutkraut sei nicht nur ungesund sondern bringe auch "gewisse Gefahren mit sich", so Dr. Lisa Bartlett aus Los Angeles. Das Kraut könne die Gebärmutter zudem gar nicht reinigen, da Dampf überhaupt keine Chance hätte, den Uterus zu erreichen. Auch die angepriesene Regulierung des Menstruationszuklus oder gar die Bekämpfung von Unfruchtbarkeit sei "in keinster Weise medizinisch erwiesen", so die Gynäkologin weiter.

Es ist nicht der erste verquer erscheinende Vorschlag der Oscar-Preisträgerin. Auf "Goop" pries sie schon mal die gesundheitlichen Vorzüge für den aktiven Part beim Oralverkehr an. Zudem erntete sie Spott für ihr rigoroses Ernährungsprogramm, das sie auch ihren Kindern aufdrängt.

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