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Happy Birthday! Prinz William wird 25 und irgendwann König


Wann genau das Schicksal ihn zum König macht, wagen die Hofpropheten nicht vorauszusagen. Doch vorbereitet wird Prinz William, der an diesem Donnerstag seinen 25. Geburtstag feiert, auf die Rolle des Staatsoberhaupts schon von Kindheit an.

Ob das ein Segen oder ein Fluch ist, hat er sich manches Mal gefragt. "Glauben Sie mir, wir schleppen ganz schöne Bürden mit uns herum", sagte William in einem TV-Interview über sich und Bruder Harry (22), den Diana wegen seiner rotblonden Haare "Ginger" nannte. Seit sie volljährig sind, stehen die Herren mit den Nummern zwei und drei in der Thronfolge voll im Scheinwerferlicht der Medien. William sorgte zuletzt für Schlagzeilen, als im Frühjahr die Trennung von seiner attraktiven Freundin Kate Middleton (25) bekannt wurde. Bis dahin hatten viele Untertanen der Queen auf eine Trauung noch in diesem Jahr gewettet. Manchen gefiel auch die Idee, dass statt Prinz Charles mit der einstigen Diana-Rivalin Camilla an der Seite lieber gleich dessen Sohn William zusammen mit Kate als Thronfolger- Paar fungieren könnte. "Die Kate darfst Du heiraten", soll die Queen (81) ihrem Enkel gesagt haben. William aber, der erst noch seine für britische Könige obligatorische Offizierslaufbahn hinter sich bringen will, blieb dabei: "Bevor ich 30 bin, gründe ich keine Familie." Da hingen die Paparazzi längst wie Kletten an der "Prinzenbraut Kate". Genau wie einst an seiner Mutter Diana, die sie bis in den Tod verfolgten.

"Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht an unsere Mutter denken", sagte William kürzlich dem Sender BBC. "Wir vermissen ihren Einfluss, denn sie war ein großes Vorbild für uns." Ein erstaunlicher Satz für ein "Scheidungskind", um dessen Psyche sich Experten einst angesichts irritierender Familienverhältnisse ernste Sorgen machten. Schließlich hatten William und sein Bruder jahrelang seltsame, teils beschämende Dinge über ihre Eltern aus den Medien erfahren müssen. Da war Mamas Hingabe an ihren Reitlehrer und später etliche andere Geliebte. Oder Papas erklärter Wunsch, Camillas Tampon zu sein und seine regelmäßigen Gespräche mit Pflanzen. Oder auch Mamas einprägsamer Besuch an der Eliteschule Eton, als sie einen völlig verwirrten Eindruck machte - kurz nachdem sie 1995 in einem BBC-Interview ihr Schicksal öffentlich bitter beklagt hatte. Und schließlich der dramatische Unfalltod der Mutter sowie das Auftauchen von Tonbändern Dianas, auf denen sie von Selbstmordversuchen und düsteren Verfolgungsängsten berichtete.

Leicht war das alles für den 1,91 Meter großen William, der Mamas betörenden Augenaufschlag geerbt hat, gewiss nicht. Sicher war es mit ein Grund dafür, dass er immer wieder versucht hat, einem Wunsch Dianas nachzukommen: trotz allem "normal" aufzuwachsen. Dass dies für einen König in spe nur eingeschränkt möglich ist, hatte William als junger Teenager sogar beim Rodeln erfahren: Als sein Schlitten eine Straße mit Autos zu erreichen drohte, sprang plötzlich ein Retter hinter einem Baum hervor. "Muss ich ständig von Leibwächtern umgeben sein?", schimpfte William damals. Statt künftiger König wäre er nicht ungern Hubschrauberpilot für Hilfseinsätze der UN, gestand er in einem Interview. Doch längst schon hat er seine Rolle akzeptiert. "Es ist etwas, in das ich hineingeboren wurde, es ist meine Pflicht", hatte er an seinem 21. Geburtstag erklärt. Damals feierte er mit der Familie auf Schloss Windsor ein Kostümfest unter dem Motto "Jenseits von Afrika". Verkleidet würden die Royals weniger "steril" wirken, ließ "Wombat" hinterher wissen. Auf William als König darf man wohl gespannt sein.

Thomas Burmeister/dpa DPA

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