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Australien: Influencerin "MercedesMum" bittet online um 100.000 Dollar, um ihren Lebensstil halten zu können

Wegen Raserei mit ihrem unangeschnallten Kleinkind auf der Rückbank stand eine 27-jährige Influencerin vor Gericht. Nun bleiben ihr die Auftraggeber weg. Um ihren aufwendigen Lebensstil halten zu können, erstellte sie eine Crowdfunding-Kampagne. Kein Scherz.

Die Influencerin sitzt in teurer Designer-Garderobe in einem Luxusauto

Die Influencerin Margarita Tomovska sitzt in teurer Designer-Garderobe in einem Luxusauto. Um diesen Lebensstil halten zu können, sammelt sie nun Geld.

Crowdfunding ist normalerweise eine gute Sache. Menschen in einer Notlage sammeln online Geld, um zum Beispiel einen Krankenhausaufenthalt für ein Familienmitglied finanzieren zu können oder Geld für eine gute Sache zu sammeln. Nun allerdings nutzt eine Australierin die Plattform von GoFundMe für Zwecke, die für diesen Weg, Spenden zu sammeln, ungewöhnlich nassforsch sind. Die 27-Jährige arbeitet als Influencerin, indem sie zum Beispiel für die Mercedes-Benz-Tochter AMG Fotos von sich in Highend-Luxusautos des Herstellers bei Instagram veröffentlicht. Sie trägt dabei Luxusmarken wie Balenciaga, Gucci und Versace, für die sie vermutlich kein Geld ausgeben muss. Im Herbst des vergangenen Jahres wurde sie allerdings von der Polizei gestoppt, weil sie mit 200 Sachen und ihrer unangeschnallten Tochter auf dem Rücksitz in ihrem 160.000-Euro-Mercedes die Geschwingkeitsbegrenzung missachtet hatte. Der Fall kam vor Gericht. Nun hat die "MercedesMum" das Problem, dass ihr einerseits die Jobs wegbleiben und sie zudem ihre Tochter nicht sehen darf.

Crowdfunding für Designerklamotten? Keine gute Idee

Um ihren Lifestyle weiterhin aufrecht erhalten zu können, erstellte Margarita Tomovska also eine GoFundMe-Kampagne, mit der sie hofft, 100.000 Australische Dollar sammeln zu können, das sind knapp 62.000 Euro. Ihre Begründung lautet, dass die Polizei in New South Wales es auf sie abgesehen habe, dabei sei sie wirklich keine schlechte Person. Doch "die Hunde sind Lügner und haben grundlos etwas gegen mich", schreibt sie auf der Plattform. Die Kampagne, ein persönlicher Rachefeldzug gegen die Polizei, hat sie am 30. Mai veröffentlicht. 175 AUD wurden bislang gespendet. Während ihre Fans bei Instagram die glamourösen Auftritte der selbsternannten MercedesMum feiern, scheinen sie finanziell dafür aber nicht aufkommen zu wollen.

In den Kommentaren unter der Crowdfunding-Kampagne schlagen die Leser alternative Wege des Geldverdienens vor. "Du solltest deine Designer-Handtaschen verkaufen und nicht um Geld bitten, um deinen Lebensstil zu finanzieren", schreibt ein User. "Du willst also, dass ich dich dafür bezahle, dass du vor Gericht gegangen bist und das Gesetz gewonnen hat. (Im Englischen handelt es sich um das Zitat des Songs von The Clash "I Fought the Law".) Wie wär's mit nein!", entgegnet eine andere. "Du gehörst hinter Gitter", kommentiert ein weiterer.

Der MercedesMum scheinen Sinn und Zweck von Crowdfunding-Plattformen nicht ganz klar zu sein.

Quellen: GoFundMe, Instagram Margarita Tomovska

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