Jackson-Prozess Die Mutter war "verängstigt" und "besorgt"


Mit der Strategie, seine Ankläger als unglaubwürdig zu entlarven, hat Michael Jackson einen Rückschlag erlitten. Die Familie des Jungen hat eine prominente Zeugin als Fürsprecherin geladen.

Der angeblich von Michael Jackson missbrauchte Junge ist am Dienstag in Prozess gegen den Popstar von einer Komödiantin, die sich wie Jackson mit dem jungen Krebspatienten angefreundet hatte, in Schutz genommen worden. Vor dem Gericht im kalifornischen Santa Maria beschrieb Louise Palanker das angebliche Missbrauchopfer als ehrlichen Jungen und seine Mutter als "liebenswürdige, besorgte" Frau, berichtete die "Los Angeles Times". Die Entertainerin hatte die Familie im Jahr 1999 kennen gelernt und nach der Krebsdiagnose 20.000 Dollar gespendet.

Palanker untermauerte den Vorwurf der Staatsanwaltschaft, dass der Junge und seine Familie zeitweise unfreiwillig auf Jacksons Neverland Ranch verweilten. In einem Anruf habe die Mutter "sehr verängstigt" geklungen, sagte die Komödiantin. Sie habe den Eindruck gewonnen, dass sie "gegen ihren Willen festgehalten wurden".

Anschuldigungen sollen erfunden sein

Jacksons Anwälte wollen die Familie als geldgierige Lügner entlarven, die sich bereichern wollten und die Anschuldigungen gegen Jackson erfunden hätten, um von ihm entschädigt zu werden.

Jackson war am Dienstag erneut mit schleppendem Gang, diesmal aber pünktlich vor Gericht erschienen. Am Vortag hatte sich der Verhandlungsbeginn verzögert, nachdem der 46-jährige Sänger mit schmerzverzerrtem Gesicht in Begleitung eines Arztes verspätet eingetroffen war.

Jackson wird vorgeworfen, im Frühjahr 2003 den damals 13 Jahre alten Jungen sexuell missbraucht zu haben. Er soll ihn auch mit Alkohol gefügig gemacht haben. Jackson bestreitet die Vorwürfe.

DPA DPA

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