Der im Jahr 2024 schwer erkrankte Schauspieler Heinz Hoenig (74) ist wieder krankenversichert. Das bestätigte seine Ehefrau Annika Kärsten-Hoenig (41) der "Bild"-Zeitung. Demnach gilt der Versicherungsschutz seit dem 1. April 2026. Der 74-Jährige zahlt monatlich 1017,18 Euro in die private Basisversicherung ein. Damit endet eine zweijährige Hängepartie, die begonnen hatte, als Hoenig schwer erkrankt ohne Versicherungsschutz dastand.
Hamburger Fachanwalt findet die Lücke
Bei Annika Kärsten-Hoenig löste die Nachricht über den Versicherungsschutz einen Gefühlsausbruch aus. Sie "schrie, tanzte und weinte vor Glück" angesichts der frohen Botschaft, berichtete sie der Zeitung. Seit der schweren Erkrankung des Schauspielstars musste jede Untersuchung ohne Kassenschutz bewältigt werden. Kärsten-Hoenig betonte jedoch, dass die alten Rechnungen aus dieser Zeit nach wie vor blieben. Die Freude sei dennoch riesig. "Allein die künstliche Ernährung von Heinz kostet 1.300 Euro im Monat. Dazu kommen Medikamente, Arztbesuche, engmaschige Kontrollen. Das läppert sich. Nun übernimmt all das die neue Versicherung", schilderte sie.
Für den entscheidenden Durchbruch habe ein Hamburger Fachanwalt für Medizinrecht gesorgt, der sich zwei Jahre unentgeltlich um den Fall kümmerte. Dafür habe er zunächst Hoenigs gesamte Biografie aufgearbeitet - am Ende dieser Rekonstruktion war klar, dass keine gesetzliche Kasse mehr in der Pflicht war. Das öffnete den Weg zur privaten Basisversicherung, die nun seit dem 1. April greift.
Nach schwerem Jahr zurück im Leben
Der "Das Boot"-Darsteller Heinz Hoenig wurde im Mai 2024 ins Krankenhaus eingeliefert, musste an der Speiseröhre operiert werden und lag zeitweise im künstlichen Koma. Zweimal mussten die Ärzte ihn reanimieren.
In der RTL-Sendung "Menschen, Bilder, Emotionen" schilderte der ehemalige Dschungelcamp-Teilnehmer später, wie nah er dem Tod war: "Ich war auf dem Weg zu meiner Mutter - das heißt in den Tod. Und die hat gesagt: 'Was willst du denn hier?' Und ich bin wieder zurückgegangen ins Leben." Ans Aufgeben habe er nie gedacht: "Ich will weiter leben! Leben, leben, leben."