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MADONNA: Der Fluch der Madonna: Verwarnung für TV-Sender

Zensur ist für Pop-Ikone Madonna nichts Neues: Bei einer Kunstpreis-Verleihung benutzte sie starke Worte - die britische Medienanstalt hörte zu und war nicht erfreut.

Ein vulgärer Fluch von US-Popstar Madonna hat dem britischen Fernsehsender Channel 4 eine Verwarnung der Medienanstalt ITC eingebracht. Madonna hatte bei der Verleihung des Turner-Preises im Dezember gesagt: »Gut gemacht motherfuckers - jeder ist Gewinner.«

Vertrauen missbraucht

Der Sender habe den Fernseh-Verhaltenskodex verletzt, da es ihm nicht gelungen sei, Madonnas ausfällige Worte mit einem Piepton unverständlich zu machen, teilte die ITC am Montag in London mit. Channel 4 erklärte, Madonna habe das Vertrauen missbraucht, das der Sender in sie gesetzt habe. Madonna habe den Eindruck erweckt, sie nehme das Ereignis Ernst. Allerdings habe sie dem Sender ihr Redemanuskript nicht zeigen wollen. Die Verantwortlichen hätten sogar vorgesehen, die Live-Übertragung im Falle wiederholter Probleme zu unterbrechen.

Alberne Preisverleihungen

Der Zwischenfall hatte sich am 9. Dezember bei der Übergabe des britischen Turner-Preis an den Konzeptkünstler Martin Creed ereignet. Zudem machte Madonna bei dieser Gelegenheit ihre Meinung über Kunstpreise deutlich: »Es gibt nicht so etwas wie das Beste, egal in welcher Kategorie. Es gibt nur Meinungen. Ich persönlich finde Verleihungen albern.« Channel 4 hatte sich umgehend für die »starken Worte« Madonnas entschuldigt. Der Turner-Preis, der als einer der begehrtesten Kunstpreise der Welt gilt, war mit 20.000 Pfund (mehr als 28.000 Euro) dotiert.

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