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"V Magazine" Madonna inszeniert sich als Marilyn Monroe: Warum sie dafür scharf kritisiert wird

Madonna
Madonna wird für ihre Darstellung als Marilyn-Monroe-Double kritisiert
© Picture Alliance
Auf dem Cover des "V Magazine" posiert Madonna als Marilyn-Monroe-Double. Besonders eines der Bilder finden Fans unsensibel. 

Es ist eine Hommage an eine der legendärsten Film-Ikonen des 20. Jahrhunderts: Für das "V Magazine" hat sich Madonna in Marilyn Monroe verwandelt. Die blonden Haare, der Schmollmund, die Outfits – die Ähnlichkeit zwischen der Queen of Pop und Monroe ist unverkennbar. Doch eines der Motive in der Zeitschrift stößt Fans übel auf. 

Madonna wird für Monroe-Bilder kritisiert

Denn Madonna hat offenbar auch Monroes Tod nachgestellt. Auf einem der Fotos liegt sie auf einer Matratze, in Fell gehüllt, auf dem Nachttisch gut sichtbar eine Reihe von Tablettendosen. Die Schauspielerin starb 1962 an einer Überdosis. Sie wurde in ihrem Bett gefunden. 

"Aus irgendeinem morbiden und unheimlichen Grund hat Madonna beschlossen, das Sterbebett von Marilyn Monroe nachzubilden. Das Schwarz-Weiß-Foto ist tatsächlich das Schlafzimmer von Marilyn Monroe, in dem sie starb", schrieb Entertainment- und TV-Experte Mike Sington auf Twitter.

"Das ist nicht cool. Die Verherrlichung von Selbstmord ist das Einzige, was man mitnimmt, wenn der Schockfaktor nachlässt", stimmte ihm ein anderer Kritiker zu. Andere bemerkten, Madonna sei immer schon fasziniert gewesen von Monroe. 

Als Inspiration diente Marilyn Monroes letztes Fotoshooting

Die Bilder sind inspiriert von dem letzten Fotoshooting, das Monroe zu Lebzeiten gemacht hat. "Wir waren nicht daran interessiert, die Bilder exakt nachzustellen, sondern wollten vor allem die Beziehung zwischen Fotograf und Motiv untersuchen. Sowohl die Freundschaft als auch den künstlerischen Prozess, und wie die Kunst das Leben imitieren kann und umgekehrt", erklärte Steven Klein, der die Bilder für das "V Magazine" schoss, in einer Presseerklärung.

"Als ich Madonna die Fotos schickte, war sie von der glühenden Zerbrechlichkeit Marilyns in diesem Moment ihres Lebens sehr angetan", erklärte er. "Wir beschlossen, eine Hotelsuite zu finden und zu versuchen, die Liaison zwischen einem Star und der Kamera, das Geheimnis und die Magie dieser kreativen Zusammenarbeit einzufangen."

ls

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