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Hochzeit mit Harry: An diese kuriosen Regeln müssen sich Meghan Markle und ihre Gäste halten

Wenn Meghan Markle am 19. Mai Prinz Harry das Ja-Wort gibt, muss sie mit den Tücken des royalen Protokolls vertraut sein. Der Hofknicks, die Anrede der Queen und sogar die Wahl des Brautkleides unterliegen strengen Regeln. Und die gelten auch für die Hochzeitsgäste.

Meghan Markle und Prinz Harry

Ob Meghan Markle auch nach der Hochzeit bei offiziellen Anlässen ihren Prinzen umarmen darf, ist ungewiss. Die Regeln am britischen Hof sind streng.

AFP

Ob Meghan Markle weiß, was da auf sie zukommt? Bislang war die Schauspielerin eine lockeren Lifestyle gewohnt. Doch die Rituale und Regeln im britischen Königshaus sind streng. Sie haben sich über Jahrhunderte entwickelt und sind höchst komplex. Spätestens bis zur Hochzeit am 19. Mai mit Prinz Harry muss die 36-Jährige die Tücken des Protokolls beherrschen. Worauf sie und ihre Gäste achten müssen, erklärt William Hanson, ein Fachmann für die Gepflogenheiten am Hof.

Verbeugung und Knicks

Trifft ein Mann auf ein Mitglied der Königsfamilie, hat er sich zu verbeugen - nicht mit dem ganzen Oberkörper, den Kopf nach unten zu senken genügt. Frauen haben es schwerer: Sie müssen einen Knicks vollführen. "Knicks bedeutet nicht, gleich bis zum Boden zu gehen - da kommt man vielleicht gar nicht mehr hoch", sagt Hanson. Stattdessen: "Hände hinten an die Seiten, einen Fuß hinter den anderen, dann die Knie beugen, der Rücken bleibt gerade." Innerhalb der königlichen Familie gibt es genaue Regeln, wer sich vor wem verbeugt oder einen Knicks macht. Ist Markle in Begleitung von Prinz Harry, gilt sein Status auch für sie. Rangniedere Royals müssen deshalb den beiden diese Ehre erweisen. "Aber wenn Meghan auf dem Flur Prinzessin Beatrice trifft, muss sie vor Beatrice knicksen, weil die von königlichem Blut ist", erklärt Hanson.


Begrüßung

Popstar Ed Sheeran gab kürzlich ein Beispiel, was Gäste bei der Begrüßung falsch machen können. Er legte beim Händeschütteln seine linke Hand auf Prinz Charles' rechten Unterarm. "Das war ein Verstoß gegen das Protokoll", sagt Hanson. Die Queen muss zunächst mit "Ihre Majestät" angesprochen werden, im weiteren Verlauf der Konversation genügt "Ma'am". Das "a" werde dabei wie in "hamburger" ausgesprochen, nicht wie in "farm".

Hochzeitskleid

Da Markle schon einmal verheiratet war, wird spekuliert, ob sie bei ihrer zweiten Hochzeit ein richtiges Brautkleid tragen wird. "Wenn es ein Brautkleid wird, dann wahrscheinlich kein prächtiges", sagt Hanson. Für Harry gibt es zwei Optionen: Frack mit Weste und Krawatte oder eine Militäruniform, wie sie auch sein Bruder William bei seiner Hochzeit trug.

Kleiderordnung für die Gäste

In der Einladung zur Hochzeit bittet das Brautpaar die Gäste, "Uniform, Frack, Anzug" oder "Kleid mit Hut" zu tragen. "Interessant" an diesem Dresscode findet der Fachmann für die Etikette, dass eigens auf den Hut für die Damen hingewiesen wird. Fauxpas wie bei der Hochzeit von William und Kate 2011 solle damit offenbar vorgebeugt werden, vermutet Hanson. Damals war Samantha Cameron, die Frau des damaligen Regierungschefs David Cameron, ohne Hut auf dem Kopf erschienen. Und die obligatorische Feinstrumpfhose hatte sie ebenfalls weggelassen.

Händchenhalten

Entgegen den Gepflogenheiten in der Königsfamilie fassen sich Harry und Meghan auch in der Öffentlichkeit gerne an. "Es wird spannend zu sehen, ob sie weiter bei offiziellen Auftritten Händchen halten", sagt Hanson. "Das ist nicht sehr britisch. Das ist eine Gefühlsäußerung und wir Briten zeigen Gefühle normalerweise nur gegenüber Hunden und Pferden."

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jek / AFP