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Urheberrechtsstreit Mel Gibson bringt "Miel Gibson"-Honigverkäuferin aus Chile in Schwierigkeiten

Mel Gibson
Mel Gibson erhielt zwei Oscars für seinen Film "Braveheart" 
© Vianney Le Caer/Invision / DPA
Nach Mel Gibson ist in Chile eine Honigmarke benannt, die Verkäuferin nutzt auch sein Bild. Das könnte sie jetzt in juristische Schwierigkeiten bringen – die Anwälte des Schauspielers sind schon aktiv geworden.

Honig heißt auf Spanisch "Miel". Da liegt es als Honigverkäufer nahe, sein Produkt in Anlehnung an den berühmten Schauspieler "Miel Gibson" zu nennen. Das dachte sich auch Yohanna Agurto, Honigherstellerin aus Chile. Doch das Wortspiel könnte sie in juristische Unannehmlichkeiten stürzen. Die Anwälte des Hollywood-Stars haben zumindest schon einmal Kontakt aufgenommen.

Auf Twitter berichtete die chilenische Marke, dass man "Drohungen" von den Juristen erhalten habe. "Miel Gibson" hatte nämlich nicht nur einen Namen verwendet, der dem des Schauspielers sehr ähnelte, sondern auch noch mit einem Bild von Gibson geworben – quasi um auch noch die letzten Unsicherheiten zu beseitigen, wie der Markenname wohl gemeint sei. Das wollen Gibsons Anwälte nun juristisch unterbinden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Honigverkäuferin hatte Mel Gibson nicht um Erlaubnis gefragt

"Man braucht eine Erlaubnis, um ein Bild aus einem Film zu verwenden oder zu duplizieren, dessen Rechte dem Filmstudio gehören", erklärte Gibsons Anwältin Leigh Brecheen. Offenbar hatten die Honighersteller ein Bild aus Gibsons bekanntem Film "Braveheart" benutzt. Hinzu kam der Werbespruch "Only for the brave" – also: "Nur für Mutige".

Yohanna Agurto kam eher aus der Not auf diese Idee. Erst seit kurzem verkauft sie Honig. Reuters berichtete sie, sie habe ihren eigentlichen Job im Zuge der Coronavirus-Pandemie verloren. Die Idee sei "aus der Not" entstanden, sie habe damit das Einkommen ihrer Familie ein wenig aufbessern wollen. Jetzt fürchtet sie, durch die Urheberrechtsverletzung in ernsthafte Schwierigkeiten zu geraten.

Über Twitter wandte sich Yohanna Agurto direkt an den Schauspieler und bat ihn um die Erlaubnis, das Bild zu verwenden. "Meine Kinder und ich würden ewig dankbar sein", schrieb sie an den 64-Jährigen. Mel Gibsons Anwältin hatte zuvor bereits versichert, es gehe nicht darum, jemandem das Geschäft zu vermiesen. Allerdings gebe es bestimmte Wege, über die man sich in solchen Fällen die Erlaubnis einholen müsste. Vorerst jedenfalls ist Mel Gibson von den Social-Media-Seiten von "Miel Gibson" verschwunden.

Quelle:Reuters / Yohanna Agurto auf Twitter

epp

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