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Michael Jackson: Scheich fordert seine Millionen zurück

Ein Jahr hatte er im Palast des Scheichs und von dessen Geld gelebt: Michael Jackson soll vom Sohn des Königs von Bahrain sieben Millionen Dollar erhalten haben. Jetzt will der Scheich sein Geld zurück und zieht vor Gericht.

Ein arabischer Scheich hat US-Popstar Michael Jackson, 50, vor einem Londoner Gericht wegen Vertragbruchs auf sieben Millionen Dollar (5,5 Millionen Euro) verklagt. Der Sohn des Königs von Bahrain, Abdullah bin Hamad al-Chalifa, beschuldigt den amerikanischen Superstar, "Vorauszahlungen" nicht beglichen zu haben. Anwälte des Sohnes des Königs von Bahrain erklärten, Jackson habe das Geld als Vorschuss für eine Autobiografie und ein gemeinsames Album mit Al Chalifa erhalten, die Verträge habe der einstige Popstar aber nicht eingehalten. Jackson sagt, das Geld sei ein Geschenk gewesen.

Weder Jackson noch Al Chalifa waren bei Prozessbeginn anwesend. Jacksons Anwälte sagten, sie bemühten sich um eine Erlaubnis für Jackson, per Videolink von den USA aus in dem Prozess aussagen zu dürfen. Al Chalifas Anwalt Bankim Thanki sagte, der Scheich habe das erste Mal mit dem Popstar während dessen Prozess wegen Kindesmissbrauchs gesprochen, der 2003 in Kalifornien begann und 2005 mit einem Freispruch endete. Al Chalifa habe helfen wollen, Jacksons Karriere neu zu starten und Millionen für Jacksons Gerichtskosten gezahlt. Er habe Jackson nach Bahrain kommen lassen und mitsamt seiner Familie und Begleitung unterstützt. Dazu hätten auch 350.000 Dollar für einen Urlaub in Europa für Jackson und seine Freunde gehört. "Zu den Kosten zählten sogar die Auslagen, um Jacksons Friseur kommen zu lassen", sagte Thanki. "Das ist nicht ein konventioneller geschäftlicher Rechtsstreit."

Ein Jahr Gast im Königreich

Fast ein Jahr sei Jackson in Bahrain als Gast Al Chalifas in Bahrain geblieben, zeitweise hätten beide in Abu Dhabi in einem Palast des Königs gewohnt. In dieser Zeit habe Al Chalifa Jackson einige Geschenke gemacht, sagte der Anwalt, der größte Teil der Zuwendung sei aber Gegenstand einer Geschäftsvereinbarung gewesen. Seit Jahren steckt Jackson in finanziellen Schwierigkeiten. In der vergangenen Woche gab er das Verfügungsrecht über sein seit langem leerstehendes Anwesen Neverland in Kalifornien auf.

DPA/AP / AP / DPA