König Felipe VI. und Königin Letizia Sie besuchen den Ort des schweren Zugunglücks

König Felipe und Königin Letizia besuchten am Dienstag die Unfallstelle in Adamuz.
König Felipe und Königin Letizia besuchten am Dienstag die Unfallstelle in Adamuz.
© ddp images/PPE/Thorton
Nur einen Tag nach dem Begräbnis seiner Tante haben Felipe und Letizia die Unfallstelle des verheerenden Zugunglücks in Adamuz besucht.

König Felipe VI. (57) und Königin Letizia von Spanien (53) haben ihr Versprechen eingelöst: Zwei Tage nach dem verheerenden Zugunglück in Adamuz und unmittelbar nach ihrer Rückkehr vom Begräbnis der Prinzessin Irene von Griechenland (1942-2026) reiste das Paar zur Unfallstelle, um den Opfern und ihren Angehörigen beizustehen.

Mit bislang 41 bestätigten Todesopfern und 122 Verletzten gilt das Unglück vom 18. Januar als eine der schwersten Bahnkatastrophen in der Geschichte des Landes. Ein gebrochenes Gleis soll dazu geführt haben, dass ein Hochgeschwindigkeitszug entgleiste und mit einem entgegenkommenden Zug kollidierte. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

Zeichen der Anteilnahme in Schwarz

In Schwarz gekleidet trafen die Monarchen am Dienstagmittag an der Unglücksstelle ein. Begleitet wurden sie unter anderem von der Vizeregierungschefin, dem andalusischen Regionalpräsidenten und dem spanischen Verkehrsminister.

An der "Zona Cero", dem direkten Ort des Aufpralls, ließ sich das Königspaar laut dem Magazin "Hola!" von den Einsatzkräften über den Hergang der Tragödie informieren. In persönlichen Gesprächen mit Vertretern der Guardia Civil, der Feuerwehr und der Rettungsdienste dankte der König ausdrücklich für den unermüdlichen Einsatz unter schwierigsten Bedingungen.

Besuch der Unglücksstelle und im Krankenhaus

Ein besonderer Moment des Besuchs war die Begegnung mit Anwohnern und Freiwilligen. Viele Bürger von Adamuz waren unmittelbar nach dem ohrenbetäubenden Knall zur Unglücksstelle geeilt, um Verletzte aus den Trümmern zu bergen, noch bevor die ersten professionellen Rettungskräfte eintrafen. "Die Priorität ist jetzt zu helfen, beizustehen und jene zu begleiten, die von diesem brutalen Unfall betroffen sind", hatte Königin Letizia bereits vor ihrer Abreise aus Athen betont.

Im Zentrum Poniente Sur trafen Felipe und Letizia auf Familienangehörige, die teils noch immer mit quälender Ungewissheit auf Nachrichten über Vermisste warteten. Das Königspaar sprach auch mit den dort tätigen Psychologen und Seelsorgern.

Den Abschluss bildete ein Besuch im Krankenhaus Universitario Reina Sofia. Dort sprachen die Monarchen mit Überlebenden und informierten sich beim medizinischen Personal über die Genesung der teils schwer verletzten Patienten.

"Verstehen die Verzweiflung"

Der Besuch erfolgte in einer für die Familie persönlich schwierigen Zeit. Nur einen Tag zuvor nahmen sie in Athen am Begräbnis von Prinzessin Irene von Griechenland teil, der Tante des Königs. Die Schwester von Spaniens Altkönigin Sofia (87) war am 15. Januar im Alter von 83 Jahren gestorben.

Felipe VI. machte gegenüber Medien deutlich, dass die nationale Tragödie Vorrang hat: Er habe permanenten Kontakt zur Regierung gehalten und alle öffentlichen Termine verschoben, um "so schnell wie möglich" bei den Opfern in Andalusien zu sein. "Wir verstehen die Verzweiflung der Familien", so der König sichtlich bewegt.

SpotOnNews

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