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Miley Cyrus: Zu sexy für Disney

Nach öffentlicher Kritik an freizügigen Fotos kämpft Disney-Serienstar Miley Cyrus für ihr sauberes Image. Der erste Teil der "Entsexualisierungs-Offensive" scheint bereits aufgegangen zu sein.

Von Annina Laurisch

Von Regeln halten pubertierende Teenager per se sehr wenig - sie suchen die Rebellion. Was in jeder Durchschnittsfamilie für viel Wirbel sorgen kann. Handelt es sich bei der Rebellin allerdings um Miley Cyrus, dann fegt ein wahrer Tornado der Entrüstung durch das puritanische Amerika. Lolita-Bilder und gewagte Party-Pics haben das Saubermädchen-Image der süßen Miley in den vergangenen Monaten ramponiert, viele Eltern entrüsteten sich öffentlich. Eine Entwicklung, die der Disney-Konzern bei seinem Vorzeige-Jungstar nicht akzeptieren kann.

"Diese Geschichten rauben mir den Schlaf", klagte Gary Marsh, Chef des Unterhaltungsriesen. Er will,dass Miley unschuldig wie Bambi ist, und wenn schon rebellisch, dann höchstenswie Pocahontas. Nur so lassen sich anschei¬nend mit dem "Hannah Montana"-Star weiter Milliarden verdienen. Der Auftrag von Disney an die Familie Cyrus lautete demzufolge: zurückrudern!

Und das macht Miley so gut, dass sie, wäre Rückwärtsrudern eine olympische Disziplin, locker die Goldmedaille gewon¬nen hätte. Die Magazinfotos, auf denen sie nur ein Bettlaken trug? Nicht ihre Schuld! Sie schäme sich für die von Annie Leibovitz - immerhin eine Kultfigur der Fotografie - geschossenen Bilder. Die Aufnahmen hätten viel künstlerischer werden sollen und seien ihr jetzt einfach nur peinlich: "Ich bitte meine Fans, die mir so wichtig sind, um Entschuldigung."

Ihren 16. Geburtstag plant Miley denn auch nicht als typisch amerikanische "Sweet Sixteen"-Megasause mit vielen Freunden. Sie wird an diesem besonderen Tag bei einem Fan-Event im kalifornischen Disneyland sein und zwischen Mickeyund Minnie Mouse beim Fan-Kuscheln bestimmt eine familientaugliche, blitzsaubere Figur abgeben. Die 170 Euro pro Ticket zahlen Eltern dafür gern. Schon jetzt zeigt sich Miley statt in verruchter Pose züchtig bei Familienausflügen oder an der Hand von Papi, CountrysängerBilly Ray Cyrus, beim Kirchgang.

Der erste Teil der "Entsexualisierungs-Offensive" scheint bereits aufgegangen zu sein. "Miley Cyrus ist sehr froh, ein Teil der Disney-Familie zu sein", heißt es aktuell aus dem Konzern. Brave Miley! Was aber passieren kann, wenn Teens ihre rebellische Seite auf Dauer unterdrücken müssen, hat man an ihrer Disney-Vorgängerin Britney Spears gesehen…

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