Nadja Abd El Farrag Von wegen "Ungelogen"


"Ich wollte das alles verkürzen, ich fand das auch nicht so wichtig", mit diesen Worten hat Nadel zugegeben, in ihrem Buch "Ungelogen", nun ja, gelogen zu haben. Folge: Das Buch darf nicht mehr ausgeliefert werden.

Nadja Abd El Farrag (38), besser bekannt als "Naddel", hat bei einer Verhandlung vor dem Frankfurter Landgericht zugegeben, in ihrem Buch "Ungelogen" die Unwahrheit geschrieben zu haben. Das Frankfurter Landgericht erließ eine Einstweilige Verfügung gegen den Münchner Herbig-Verlag. Danach darf in Farrags Autobiografie nicht weiter behauptet werden, dass ihr Ex-Manager Graf Gerd Bernadotte Honorarvorschüsse unterschlagen habe. Der Bestseller soll nicht mehr ausgeliefert werden.

"Ich wollte das alles verkürzen, ich fand das auch nicht so wichtig", sagte die Autorin am Donnerstag über eine Passage, in der es um ihr zerrüttetes Verhältnis zu ihrem früheren Manager Graf Gerd Bernadotte geht. Die Exfreundin von Popmusiker Dieter Bohlen hatte es mit ihrem Buch in die Bestsellerlisten geschafft.

Euro mit D-Mark "verwechselt"

Unter Eid warf sie ihrem früheren Manager aber weiter vor, ihr den Vorschuss für einen Auftritt in einem Oldenburger Autohaus verheimlicht und in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Vor Gericht musste sie einräumen, dass es - anders als im Buch dargestellt - den umstrittenen Auftritt nie gegeben hat, sondern kurz zuvor von ihr abgesagt worden ist. Die angebliche Honorarsumme hat sie im Buch falsch mit 8000 Euro statt D-Mark angegeben.

Das Gericht sah sich nicht in der Lage, nach der über zwei Stunden langen Verhandlung den Streitpunkt aufzuklären. Gegen die Entscheidung kann Berufung eingelegt werden. Kläger Graf Gerd Bernadotte war nach Darstellung seines Anwalts aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verhandlung gekommen. Bei Erscheinen wäre er allerdings in Erzwingungshaft für einen Offenbarungseid genommen worden, teilte ein anwesender Gerichtsvollzieher mit.

DPA

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