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Neuer Rassismus-Vorwurf: Prinz Harry soll Schwarzen beleidigt haben

Die Aufregung über seine Beleidigung eines Militär-Kameraden hat sich kaum gelegt, da tauchen neue Rassismus-Vorwürfe gegen Prinz Harry auf. Der 24-Jährige soll nach einer Show zum 60. Geburtstag von Prinz Charles einen schwarzen Komiker beleidigt haben.

Prinz Harry ist schon wieder wegen angeblicher rassistischer Äußerungen in den Schlagzeilen. Die neuen Vorwürfe kommen von dem dunkelhäutigen Komiker Stephen K. Amos. Harry habe im vergangenen Jahr einen seiner Auftritte mit den Worten kommentiert: "Du hörst dich gar nicht wie ein schwarzer Kerl an", sagte Amos in der britischen Fernsehshow "The Wright Stuff". Der Satz sei im November nach einer Show zum 60. Geburtstag von Harrys Vater, Thronfolger Prinz Charles, gefallen. Er hoffe, dass Prinz Harry seine Äußerungen als Scherz gemeint habe, zitierte die Zeitung "Daily Mirror" Amos.

Kritik an der angeblichen Bemerkung Harrys gegenüber dem Komiker kam von Anti-Rassismus-Verbänden. Eine Sprecherin des Prinzen wollte zu dem Vorwurf zunächst nicht Stellung nehmen, weil private Unterhaltungen des 24-Jährigen grundsätzlich nicht kommentiert würden.

Erst Mitte Januar hatte Harry für Wirbel gesorgt, weil bekannt wurde, dass er einen pakistanischen Kameraden beim Militär "Paki" genannt hatte, was in Großbritannien ein sehr abwertender Begriff ist. Harry hatte sich daraufhin für den Ausdruck öffentlich entschuldigt und erklärte, er habe niemanden beleidigen wollen. Vor gut vier Jahren erschien die Nummer drei in der britischen Thronfolge auf einer Kostümparty in Nazi-Uniform und rief damit große Empörung hervor.

Nach dem Wirbel um die "Paki"-Äußerung Harrys war auch Prinz Charles in eine Rassismus-Diskussion geraten, weil er einen asiatischen Freund mit dem Spitznamen "Sooty" (etwa: rußig) rief. Zuletzt gab es eine Diskussion, weil ein Souvenirladen der britischen Königin eine umstrittene "Mohrenpuppe" verkauft hatte.

AP/DPA / AP / DPA
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