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Nike versteigert Film-Sneaker: Zurück in die Schuhkunft

Marty McFly hat ihn in "Zurück in die Zukunft" berühmt gemacht: den Schuh mit der Power-Schnürung. 22 Jahre nach dem Film bringt Nike die Stiefel jetzt tatsächlich auf den Markt. Hauptdarsteller Michael J. Fox freut sich darüber besonders.

Von Jens Maier

Es ist das seltenste Paar Nike-Schuhe: 22 Jahre lang haben die grauen Basketballstiefel mit den bunten LED-Lampen nur an den Füßen von Marty McFly existiert. Jetzt wird der Traum von "Zurück in die Zukunft"-Fans wahr. Vier Jahre bevor sie im Film existieren, bringt der amerikanische Sportschuhhersteller das futuristische Schuhwerk auf den Markt - allerdings streng limitiert.

Als Marty McFly hatte Hauptdarsteller Michael J. Fox im Film "Zurück in die Zukunft II", der im Jahr 2015 spielt, die "Nike Mag" genannten Stiefel getragen. Die Power-Schnürung war der besondere Gimmick der Schuhe. McFly muss sie nur anziehen und auf einen Knopf drücken, schon binden sich die Schnürsenkel wie von Zauberhand selbst. (Zum Filmausschnitt auf Youtube)

In Anlehnung an die Film-Vorlage haben die Nike-Designer Tinker Hatfield und Tiffany Beers jetzt ein Schuhmodell entwickelt, das dem Original bis ins Detail gleicht. Inklusive der LED-Lampen in den Sohlen und dem beleuchteten Nike-Schriftzug am Schaft. Die Leuchtdauer gibt Nike mit fünf Stunden an, danach muss die Batterie mit einem mitgelieferten Kabel aufgeladen werden.

1500 Paare werden bei Ebay versteigert

Eine limitierte Edition von 1500 Exemplaren der "Mags" wird Nike für einen guten Zweck versteigern. Seit Donnerstagabend können "Zurück in die Zukunft"-Fans die Schuhe beim Online-Auktionshaus "Ebay" ersteigern. Bis zum 18. September werden täglich 150 Exemplare in sieben verschiedenen Größen zu haben sein. Das höchste Gebot für ein Paar lag am Freitagmorgen bereits bei 8200 US-Dollar.

Der Erlös kommt der Michael-J.-Fox-Stiftung für Parkinson-Kranke zugute. Fox, den die "Zurück in die Zukunft"-Filme berühmt machten, leidet seit 1991 an Parkinson und setzt sich mit seiner Stiftung für die Erforschung der neurologischen Krankheit ein. In einer Videobotschaft fordert er seine Fans auf, die Auktion zu unterstützen und bedankt sich vorab bei den Käufern. "Zusammen können wir eine Zukunft ohne Parkinson gestalten", sagt Fox.

Deutsche Käufer haben allerdings das Nachsehen. Aufgrund rechtlicher Bestimmungen werden die Schuhe nur innerhalb der USA versandt. Aber vielleicht lohnt es sich ohnehin zu warten. Denn über die berühmte Power-Schnürung verfügen die 2011er Mags nicht. Noch nicht. Denn Nike kündigt im Scherz an: "Auf dieses Feature müssen Sie bis 2015 warten."

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