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Plastination von Michael Jackson: Von Hagens soll Jacko unsterblich machen

Seinen Traum von der Unsterblichkeit will er jetzt auf eine ganz besondere Weise wahr machen: Michael Jackson will sich angeblich nach seinem Tod von Gunther von Hagens plastinieren lassen. Das sagte der umstrittene "Körperwelten"-Erfinder in einem Interview.

Der umstrittene Anatom und "Plastinator" Gunther von Hagens hat nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung das Interesse von Popstar Michael Jackson geweckt. "Bild.de" zitierte von Hagens am Dienstag mit den Worten: "Die Namen meiner Körperspender unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht. Nur so viel: Ein Mitarbeiter von Michael Jackson hat mit uns Kontakt aufgenommen."

Der Anatom, der Leichen künstlerisch gestaltet und in der Ausstellung "Körperwelten" präsentiert, ist nach eigenen Worten am Körper Michael Jacksons interessiert. "Ich könnte Michael die körperliche Unsterblichkeit schenken - durch seine Musik ist er es bereits", sagte Hagens dem Bericht zufolge. "Als Plastinat könnte er konsequent fortführen, was er schon zu Lebzeiten realisierte: seinen Körper nach seinen Wünschen modellieren zu lassen." Hagens stellt sich auch schon vor, wie er den toten Popstar präsentieren würde: "Man könnte ihn auch schön neben einem plastinierten Schimpansen oder einer Giraffe ausstellen."

Wann er Michael Jackson treffen will, hat von Hagens auch schon geplant: Ab 8. Juli gibt der Popstar seine fünfzig Abschiedskonzerte in der O2-Arana in London. Bis zum 23. August gastiert dort auch die Körperwelten-Ausstellung. "Ich führe Herrn Jackson gern persönlich durch meine Ausstellung. Dabei lässt es sich gut über eine Pose als Plastinat reden", sagte Hagens der "Bild". Nach Informationen der britischen Tageszeitung "Daily Mail" hat Jackson die Ausstellung in London bereits besucht. Der Sänger sei fasziniert von "Körperwelten" gewesen und ein großer Fan von von Hagens.

Das Institut für Plastination in Heidelberg war am Abend nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Von Hagens weile derzeit im Ausland und die Pressestelle sei unbesetzt, hieß es auf Anfrage von stern.de.

Mai/DPA / DPA