Ein ordentlicher Bums gleich zu Beginn: Moderator Stefan Raab hat in seiner neuen Sendung mit Kollegin Barbara Schöneberger einen Treffer am Kopf kassiert. Die Ursache: eine Requisiten-Abrissbirne, die für die Parodie auf ein Musikvideo im Einsatz war. Zu sehen war die Szene - nach Andeutungen in den sozialen Medien - in der ersten Folge der neuen Quiz-Show "Wer weiß wie wann was war?", die RTL am Samstagabend ausstrahlte.
In der Sendung geht es um Pop-Kultur, Fernsehen, Politik und Musik aus zurückliegenden Jahrzehnten. Das Moderationsduo schlüpfte dabei auch immer wieder selbst in Kostüme, um ikonische Ereignisse nachzuspielen. Für einen Einspieler rekelte sich Schöneberger daher auf einer riesigen schwingenden Abrissbirne - eine Parodie auf das berühmte Musikvideo zum Song "Wrecking Ball" der Popsängerin Miley Cyrus (33) aus dem Jahr 2013.
Dabei passierte es. Zu sehen war, wie Raab bei den Dreharbeiten - offenbar aus Jux - um die schwingende Abrissbirne tänzelte und versuchte, unter ihr durchzukriechen. Das misslang gründlich und die Kugel erwischte ihn am Kopf. Getroffen rollte sich Raab zur Seite und hielt sich den Schädel. "Oh Junge, das hat gebimmelt, ey!", stellt er fest. Schöneberger blieb derweil auf der Abrissbirne sitzen.
"Das war krass", sagte Schöneberger - im ersten Moment habe sie auch "auf eine Einzelmoderation hier gehofft". Gleichzeitig versuchte sie, der Szene die Dramatik zu nehmen. "War ja gar nicht schwer, die Kugel", versicherte die Moderatorin. Raab entgegnete allerdings in seiner typischen Art: "Da saß auch noch etwas drauf." Er forderte: "Das kannst du nicht kleinreden."
Drei Generationen treten gegeneinander an
Die Szene stach aus einem Abend heraus, in dem sich Raab und Schöneberger immer mal wieder gegenseitig neckten. Nach RTL-Angaben standen die beiden für die Sendung erstmals als Moderationsduo vor der Kamera. "Lass uns das nicht versauen, sonst moderieren es demnächst die Kaulitz-Zwillinge", wies Schöneberger Raab zu Beginn der Show an. Bill und Tom Kaulitz werden Ende des Jahres das alte ZDF-Flaggschiff "Wetten, dass..?" übernehmen.
In "Wer weiß wie wann was war?" - einem typisch komplizierten Namen für eine Raab-Show - traten drei Generationen im Studio in verschiedenen Wissensgebieten gegeneinander an. Jede Generation wurde von prominenten Paten vertreten - etwa die Altersgruppe 20 bis 39 Jahre von Ricarda Lang und Max Giesinger. Für die Ex-Grünen-Chefin Lang (32) war es nach eigenen Angaben die erste Fernsehshow dieser Art. "Ich entscheide nach heute, ob ich wieder komme", erklärte sie.
Raab plaudert aus dem Nähkästchen
Raab ist nicht dafür bekannt, viel über Privates zu plaudern - umso überraschender war, wie oft er eigene Anekdoten beisteuerte. So sprach er etwa darüber, dass er nie Alkohol zu sich nehme.
Ebenso erzählte Raab, dass er bis in die 90er Jahre mit seiner Nummer im Telefonbuch gestanden habe. Irgendwann habe ihn aber ein etwa 65-Jähriger angerufen, der ebenfalls Stefan Raab geheißen habe. "Hören Sie mal, ich heiße genau wie Sie, bei mir rufen den ganzen Tag Leute an. Was sollen wir machen?", habe der Mann gesagt. Daraufhin hätten sie sich beide aus dem Telefonbuch streichen lassen.
Dazwischen gab es viele Einspieler mit Schöneberger und Raab - nicht nur mit der Abrissbirne. Raab backte auch noch eine Pizza mit Mett und das Duo versuchte, einen erotischen Tanz einzuüben - trainiert von "Let's Dance"-Juror Joachim Llambi. Auch dabei lief nicht alles glatt. Nach einer unglücklichen Verrenkung war ein Riss in Raabs Hose zu sehen.
Für Raab ist "Wer weiß wie wann was war?" die nächste neue Show nach seiner Rückkehr auf den Bildschirm im September 2024. Seine Bilanz bei seinem neuen Haussender RTL fällt bislang gemischt aus. Die zweite Folge des neuen Formats soll am kommenden Samstag (21. März, 20.15 Uhr) ausgestrahlt werden.