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Po-Lifting: Miss Argentinien stirbt nach Schönheits-OP

Sie wollte nur ihren Po liften lassen: Die frühere Miss Argentinien, Solange Magnano, ist nach einer Schönheitsoperation gestorben. Der Fall macht erneut deutlich, wie gefährlich selbst einfach scheinende Eingriffe sind.

Sie hat 1994 für Argentinien bei der Wahl zur Miss Universe teilgenommen und war eine der schönsten Frauen Südamerikas: Solange Magnano ist mit erst 38 Jahren nach einer Schönheitsoperation in einem Zentrum für plastische Chirurgie in Buenos Aires gestorben. Die frühere Miss Argentinien hatte sich nach Angaben eines Freundes der Familie das Gesäß mit einer Substanz aufspritzen lassen, um es straffer wirken zu lassen.

Nach dem Eingriff, der bereits am Donnerstag erfolgte, habe sich der Gesundheitszustand Magnanos rapide verschlechtert. Am Freitag wurde sie in kritischem Zustand in die Intensivstation einer Klinik am Rande der argentinischen Hauptstadt eingeliefert, wo sie zwei Tage später an den Folgen einer Lungenembolie gestorben ist.

Offenbar hatte Magnano den Eingriff unterschätzt. Der Modenschau-Produzent Guillermo Azar, der mit Magnano zusammengearbeitet hatte, sagte vor Journalisten, sie sei allein zu der Schönheits-OP gegangen, weil sie gedacht habe, dass es sich um einen einfachen Eingriff handele. Der Fall zeigt aber erneut, wie gefährlich Schönheitsoperationen sein können.

Experten warnen immer wieder vor möglichen Folgen, vor allem bei Eingriffen unter Vollnarkose. Dabei können immer wieder Komplikationen auftreten. Bezeichnungen wie Schönheitschirurg oder Ästhetischer Chirurg sind außerdem nicht geschützt und sagen wenig über Aus- und Weiterbildung eines Arztes aus.

In Argentinien sind Schönheitsoperationen immer verbreiteter. Vergangenes Jahr wurden rund 50.000 Eingriffe vorgenommen, rund 60 Prozent mehr als noch als 2003. Die niedrigen Preise der Schönheitsoperationen locken auch viele Ausländer ins Land.

Magnano hinterlässt zwei Kinder und ihren Ehemann. Nach ihrer Wahl zur Miss Argentinien im Jahr 1994 hatte sie als Model in Europa gearbeitet. Später kehrte sie in ihre Heimatprovinz Córdoba zurück, wo sie mit ihrem Mann und ihren achtjährigen Zwillingssöhnen lebte und eine Model-Schule leitete.

Mai/AFP/AFP