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Nach Königshaus-Rauswurf "Marathon und kein Sprint": Andrews Team spricht über drohenden Missbrauchsprozess

Prinz Andrew
Prinz Andrew sind seine militärischen Titel entzogen worden.
© Chris Jackson/ / Picture Alliance
Prinz Andrew hat (fast) alles verloren: seine militärischen Ränge, seine Schirmherrschaften und die Unterstützung des Königshauses. Nach der Entscheidung der Queen haben sich Insider zu Wort gemeldet.

Queen Elizabeth hat die Notbremse gezogen und Prinz Andrew seine militärischen Aufgaben und seine Schirmherrschaften entzogen. Der 61-Jährige wird von Virginia Roberts Giuffre beschuldigt, sie mehrmals sexuell missbraucht zu haben, als sie noch minderjährig war. Er bestreitet die Vorwürfe, doch ein New Yorker Richter hat jüngst einen Einspruch Andrews gegen die eingereichte Klage zurückgewiesen. Und so könnte es sein, dass dem zweitältesten Sohn der britischen Monarchin noch in diesem Jahr der Prozess gemacht wird. 

Nach der Entscheidung der Königin hat sich nun eine Quelle aus Andrews Büro an die Presse gewandt. Dem bestens vernetzten ITV-Reporter Chris Ship liegen die Aussagen vor. Demnach soll der Informant erklärt haben: "Angesichts der Robustheit, mit der Richter Kaplan unsere Argumente aufgenommen hat, sind wir von dem Urteil nicht überrascht. Es war jedoch kein Urteil über die Begründetheit der Vorwürfe von Frau Giuffre. Dies ist ein Marathon und kein Sprint und der Herzog wird sich weiterhin gegen diese Vorwürfe wehren."

Prinz Andrew erfuhr die Nachricht von der Queen persönlich

In der Öffentlichkeit wird Prinz Andrew seinen Herzogtitel und die Anrede "Seine Königliche Hoheit" nicht mehr benutzen. Außerdem wird er in Zukunft keine Termine im Dienste der Krone übernehmen. Damit ist er – genauso wie sein Neffe Harry – nicht länger Teil des Königshauses. Ship erklärt auf der Homepage des Senders weiter, dass die Queen ihrem Sohn die Nachricht persönlich überbracht habe. Ihre Entscheidung sei die Folge von Diskussionen mit Prinz Charles, Prinzessin Anne und Prinz Edward gewesen. Dass die gesamte Familie in diesen Prozess involviert waren, zeigt die Tragweite des Falls. Es ist davon auszugehen, dass auch Prinz William einbezogen worden ist. Als übernächster König rückt er seit Monaten näher ans Epizentrum der Macht und ist bei Beratungen von Charles und der Queen anwesend.


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