Prinzessin Diana bei der Met Gala
So veränderte sie das Event für immer

Prinzessin Dianas (r.) Auftritt 1996 trieb Anna Wintours Vorhaben für die Met Gala angeblich maßgeblich an.
Prinzessin Dianas (r.) Auftritt 1996 trieb Anna Wintours Vorhaben für die Met Gala angeblich maßgeblich an.
© Patrick McMullan/Getty Images / imago images/Everett Collection

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Prinzessin Dianas Auftritt 1996 veränderte die Met Gala maßgeblich. Er trieb Anna Wintour an, das Event zu dem zu machen, was es heute ist.

Wenn heute Abend im Metropolitan Museum of Art wieder die berühmtesten Menschen der Welt über die Stufen schreiten, ist die Met Gala längst mehr als ein Society-Dinner. Sie ist ein globales Spektakel - mit viralen Momenten und Looks, die innerhalb von Sekunden um die Welt gehen. Doch wie wurde die Met Gala eigentlich zum größten Mode-Event der Welt - und was hat Prinzessin Diana (1961-1997) damit zu tun?

Als Anna Wintour 1995 die Kontrolle über den damaligen Costume Institute Ball übernahm, war die Veranstaltung vor allem eines: ein gesellschaftliches Pflichtdinner für die New Yorker Upper Class. Wintour erkannte jedoch früh das Potenzial, daraus ein globales Medienereignis zu formen - mit Stars, Inszenierung und maximaler Aufmerksamkeit.

Ihr Konzept: Mode nicht nur zeigen, sondern als Spektakel inszenieren. Stars und Sternchen statt nur Mäzene, Themen statt Dresscodes ohne Kontext und Bilder, die um die Welt gehen: Die Met Gala wurde zur Schnittstelle von Mode, Kunst und Popkultur - und zur wichtigsten Bühne für Designer weltweit.

Anna Wintours persönliche Motivation für die Met Gala

Doch wie die ehemalige "Vogue"-Mitarbeiterin nun gegenüber der "Times" verriet, steckt hinter diesem strategischen Erfolg auch eine sehr persönliche Motivation. Im Zentrum stand die Rivalität zwischen Wintour und Elizabeth Tilberis, der damaligen Chefredakteurin von "Harper's Bazaar". Die Konkurrenz zwischen den beiden Frauen galt als legendär. Beide wollten ihre Magazine zur führenden Stimme der Mode machen. Der Wendepunkt kam 1996 - als Tilberis es schaffte, Prinzessin Diana zur Met Gala zu bringen. Ein Coup, der Wintour persönlich traf.

Als Diana im Dezember 1996 die Treppe des Museums hinaufschritt, war sie längst mehr als nur ein Royal - sie war eine globale Stil-Ikone. Nur wenige Monate nach ihrer Scheidung erschien sie in einem aufsehenerregenden, nachtblauen Kleid von John Galliano für Dior, das für royale Verhältnisse ungewöhnlich gewagt war. Laut Fino empfand Wintour diesen Abend als verpasste Chance, die sich nie wiederholen sollte: Nur acht Monate später starb Prinzessin Diana. Diese unerfüllte Vision wurde - so Finos These - zum Antrieb für Wintours Obsession mit der Met Gala. Ihr Ziel: ein Event zu schaffen, das "einer Prinzessin würdig" gewesen wäre.

Drei Jahrzehnte später ist die Met Gala längst das globale Spektakel, das Anna Wintour einst vor Augen hatte: Der Abend lebt von spektakulären Outfits, Skandalen und viralen Momenten. Bleibt nur die Frage, ob das durchinszenierte Mega-Event, dieses Jahr gesponsert von Amazon-Gründer und Tech-Milliardär Jeff Bezos, noch jenem Ideal gerecht wird, das einst als "einer Prinzessin würdig" gedacht war.

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