Raubüberfall in Las Vegas Simpson-Komplize geht freiwillig zu Polizei


O.J. Simpson hat mächtig Ärger: Wegen des Verdachts auf einen bewaffneten Raubüberfall sitzt der Ex-Footballer in Las Vegas im Gefängnis. Er darf nicht gegen Kaution raus, ein Gerichtsverfahren droht. Und nun hat sich auch noch ein Komplize Simpsons freiwillig bei der Polizei gemeldet.

Im Rahmen der Ermittlungen gegen den früheren US-Footballstar O.J. Simpson wegen des Verdachts auf einen bewaffneten Raubüberfall ist ein dritter Mann festgenommen worden. Wie der US-Sender CNN berichtete, stellte sich der 54 Jahre alte Clarence Stewart der Polizei in Las Vegas. Bereits am Samstag war ein anderer Bekannter Simpsons von der Polizei festgenommen worden.

Simpson selbst sitzt seit Sonntag in Untersuchungshaft. Er soll mit mehreren Komplizen in ein Hotelzimmer in Las Vegas eingedrungen sein und zwei Sammler von Fan-Artikeln mit vorgehaltener Waffe zur Herausgabe von angeblich gestohlenen Erinnerungsstücken gezwungen haben.

Der Ex-Fotballstar kommt nicht auf Kaution frei

Mehr als zehn Jahre nach seinem Freispruch in einem Aufsehen erregenden Doppelmordprozess droht dem Ex-Footballstar ein neues Gerichtsverfahren. Simpson muss nun in Las Vegas vor Gericht erscheinen. Dann könnte gegen ihn Anklage erhoben werden, sagte Richterin Nancy Oesterle.

Weitere Anhörungen in dem Fall könnten Anfang Oktober beginnen, so Oesterle. Der zuständige Richter im Bezirk Clark County (Nevada), Doug Smith, hatte Simpsons Freilassung gegen Kaution abgelehnt.

Ein fluchender und drohender Simpson

Der Internetdienst "Tmz.com" veröffentlichte eine Audioaufzeichnung von dem Vorfall, auf der O.J. Simpson laut fluchend und mit drohender Stimme zu hören sein soll. Die Tonaufnahme ist sechs Minuten lang.

1995 war Simpson trotz erdrückender Beweislage vom Doppelmord an seiner früheren Frau Nicole Brown Simpson und deren Freund Ronald Goldman freigesprochen worden. In einem späteren Zivilverfahren wurde er jedoch für den Tod der beiden verantwortlich gemacht und zur Zahlung von 33,5 Millionen Dollar (knapp 25 Millionen Euro) an die Familien der Opfer verpflichtet.

DPA DPA

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