Autor und TV-Star Lange sagte man ihm, fürs TV sei er zu schwul. Jetzt bekommt Riccardo Simonetti seine eigene Show

Riccardo Simonetti
Riccardo Simonetti, 29, will mehr als nur unterhalten
© WDR/Lennart Speer
Riccardo Simonetti steht auf der Bühne, seit er vier war. Um Entertainer sein zu dürfen, musste er erst Aktivist werden – und gegen viele Widerstände kämpfen. Nun startet in der ARD seine eigene Show.

Sobald Riccardo Simonetti irgendwo auftaucht, ist Showtime. Der Mann macht sich Gedanken über jedes Detail und über jedes Outfit. Nicht nur, was er sagt, soll eine Message sein – sondern oft auch, was er anhat. Als er zum Beispiel vergangene Woche an den Rhein reisen wollte, um beim "Kölner Treff" des WDR als Talkgast teilzunehmen, hatte er sich eigentlich einen grünen Anzug rausgelegt – entschied sich dann aber kurzfristig für ein T-Shirt, auf dem groß "Trans Rights Are Human Rights" stand. Den Schriftzug ließ er schnell noch mit etwas Strass besticken, damit die Message ordentlich funkelt, wenn ihm in der Talkrunde Alt-Feministin Alice Schwarzer gegenübersitzt, die zuletzt mit schwierigen Positionen zur Trans-Bewegung aufgefallen war.

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