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Playboy der alten Schule Nackte Frauen machten ihn reich und berühmt – Rolf Eden im Alter von 92 Jahren verstorben

Rolf Eden tot
Rolf Eden in seinem bekanntesten Look, dem weißen Anzug, 2005 im Garten seiner Berliner Villa.
© stern
Der deutsche Geschäftsmann und ehemalige Nachtclubbesitzer Rolf Eden ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Er war bekannt als Berlins letzter Playboy und trat vorwiegend in weißen Anzügen auf.

Seine Clubs waren einst der Mittelpunkt des Berliner Nachtlebens: Eden-Saloon, New Eden, Eden-Playboy-Club, Big Eden – und ihr Besitzer schon bald ein Mittelpunkt der deutschen Society. Wie seine Angehörigen berichten, ist Rolf Eden an diesem Donnerstag verstorben. "In Dankbarkeit für ein langes und erfülltes Leben müssen wir nun Abschied nehmen", gaben sie bekannt, so berichtet es die "Bild"-Zeitung.

Rolf Eden war schon immer ein Lebemann, interessierte sich für die schönen Dinge des Lebens, das Amüsement. Doch auch wenn sein dekadenter Lifestyle so manches Mal ein bisschen überheblich wirken mochte, einst forderte er statt einer Bus-Spur im Verkehr eine Rolls Royce-Spur, so setzte er sich dennoch immer für weniger gutsituierte Menschen ein. 

Nachtclubs machten Rolf Eden reich und berühmt

Der einst in Berlin in eine jüdische Familie geborene Eden arbeitete sich mit zahlreichen Jobs hoch. Erst als Musiker in Berlin, Anfang der 50er-Jahre dann in Paris als Kellner, Chauffeur, Autohändler. Er übernahm erste Statistenrollen bei Filmproduktionen, später auch Nebenrollen. Dann kam seine Chance: 1956 las er in der Zeitung, dass jeder im Ausland lebende West-Berliner 6000 Mark (nach heutigem Wert ca. 15.000 Euro) erhalten würde, wenn er zurück nach Berlin käme. Das tat Eden und eröffnete von dem Geld seinen ersten Club, den Eden-Saloon.

Die Diskothek wurde so erfolgreich, dass zahlreiche weitere folgten und er der Playboy des Nachtlebens Berlins wurde. Eden lebte offen promisk, was auch dazu passt, dass die nackte Haut von Frauen der wichtiges Teil seiner Läden wurde. Die weiblichen Angestellten bedienten mit freiem Oberkörper in seinen Etablissements. Sein letztes Geschäft verkaufte er vor 20 Jahren, doch ohne ihn überlebten die Läden nicht lange. Rolf Eden investierte sein Geld primär in Immobilien und wirkte außerdem als Schauspieler in circa 30 Filmen mit. 

Quelle:  Bild, BZ

ckl

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