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Tennislegende So rührend kümmert sich Steffi Graf um Flüchtlingskinder

Steffi Graf
Steffi Graf  vor dem Gebäude ihrer Stiftung Children for Tomorrow auf dem Gelände des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) in Hamburg 
© Christian Charisius/DPA
Von der Jahrhundersportlerin zur Charity-Größe: Ohne viel Aufhebens darum zu machen, setzt sich Steffi Graf mit ihrer Stiftung Children for Tomorrow für Flüchtlingskinder ein. In einem Interview spricht die Tennislegende über die Motive für ihr Engagement.

Zwar lebt Steffi Graf schon seit langem in Las Vegas, zusammen mit ihrem Ehemann Andre Agassi und ihren Kindern. Doch die frühere Tennisspielerin hat ihre Heimat nicht vergessen. Als Vorsitzende der in Hamburg sitzenden Stiftung Children for Tomorrow setzt sich die 46-Jährige für die psychologische Behandlung von Flüchtlingskindern. Dabei wird sie unterstützt von Psychologen, Pädagogen und Dolmetschern.  

Kinder seien durch Kriegserlebnisse aus ihrer Heimat und vor allem durch die Flucht schwer belastet. "Die schlimmsten Traumatisierungen finden in Europa statt. Wichtig bei Traumata ist die rasche Behandlung, damit sich die Angst nicht verankert", sagt Stefanie Graf im Gespräch mit der Frauenzeitschrift "Tina". Hinzu komme, dass die Kinder unter enormem Druck stünden. Sie müssten sich in kurzer Zeit in einer neuen Umgebung zurechtfinden, die Sprache lernen und ganz allein in Schule oder Kindergarten klarkommen. Über die Bedeutung der Stiftungsarbeit sagt sie: "Heute wissen wir glücklicherweise, wie wichtig die Behandlung von Kriegstraumata ist. Sie ist die Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben."

"Kinder brauchen dringend psychologische Hilfe"

Mitarbeiter von Children for Tomorrow besuchen Auffanglager, die psychotherapeutische Arbeit findet allerdings im Stiftungshaus auf dem Gelände der Uniklinik Hamburg statt. Das sei jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein: "Die Kinder brauchen dringend mehr psychologische Hilfe, nicht nur durch uns in Hamburg, sondern überall", sagte Steffi Graf.

Die 46-Jährige äußert sich in dem Gespräch lobend über die Rolle Deutschlands in der Flüchtlingskrise. "Ich finde es bewundernswert, wie Deutschland diese schwierige Situation meistert", sagte Graf der "Tina". Zugleich zeigte sie Verständnis dafür, dass sich viele von den Flüchtlingswellen überfordert fühlten und "dass die Menschen Angst haben". 

che

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