HOME

Fernsehkoch: Als Tim Mälzer noch mit Jamie Oliver um die Häuser zog

Mit "Kitchen Impossible" erreicht Tim Mälzer Traumquoten. Im großen Interview mit dem stern erzählt er, wie er sich immer noch fürs Kochen begeistert - und warum er seine Kollegen vor der Kamera auch mal gern beschimpft.

Tim Mälzer: Bei "Kitchen Impossible" unterscheidet er nicht zwischen Freund und Konkurrent.

Tim Mälzer: Bei "Kitchen Impossible" unterscheidet er nicht zwischen Freund und Konkurrent.

Sein Produzent nennt ihn den "Rocky Balboa des Kochfernsehens", einer der gut einstecken kann, aber auch austeilen. Und Fernsehkoch Tim Mälzer unterscheidet während den Aufzeichnungen zu "Kitchen Impossible" nicht zwischen Freund oder Konkurrent, auch mit Kolleginnen kennt er keine Gnade. "Ich sehe kein Geschlecht vor mir, ich sehe nur den Feind", sagt er im Interview mit dem stern; er lebe da die höchste - wenn auch eigenwillige - Form der Emanzipation aus. Selbst Bekannten werfe er die gröbsten Beleidigungen an den Kopf, "weil das für mich in dieser Situation nicht mehr meine Freunde sind, sondern Kontrahenten, die mich in die Scheiße reiten".

Mälzer hatte lange Zeit, in seine Rolle als Fernsehkoch hineinzuwachsen, "Kitchen Impossible" sei dennoch ganz anders - und er viel emotionaler. "Da, wo ich gut bin, bin ich ganz leise. Und da, wo ich nicht so gut bin, da bin ich laut."

In einem dreistündigen Gespräch mit dem stern blickt er auch zurück auf seine Anfänge als Koch. Mit 26 lernte er beim Italiener "Antonio Carluccio" Jamie Oliver kennen - und zog mit ihm nach der Arbeit um die Häuser. "London, Mitte 20, hart arbeiten, da will man auch Spaß haben." Am Ende saßen sie aber eher bei den Tagelöhnern als in den angesagtesten Clubs der Stadt zu tanzen. 

Inzwischen Mälzer brät und passiert nicht nur im Fernsehen, er führt auch drei Restaurants in Hamburg. Trotzdem kocht er immer noch gerne, "das berührt mich." Wenn er eine Hühnersuppe zubereite, höre er sich die Geschichte der Suppe an. "Der Glanz, die Farben, der Geruch, das ist manchmal wichtiger als das Essen." Am liebsten koche er zu Hause.

Das komplette Interview lesen Sie im neuen stern




Themen in diesem Artikel