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Treue Fangemeinde: Julia Roberts, der Liebling aller Mütter

Egal, ob mit 20, 30 oder 40 Jahren. Julia Robert hat mit ihren Filmen vor allem immer Mütter angesprochen - eine Rolle, in der sich die Hollywood-Schauspielerin sehr wohl fühlt.

Von Frank Siering, Los Angeles

Als Vollblut-Mami von drei Kindern und gut gebuchte Schauspielerin hat Julia Roberts alle Hände voll zu tun. Von ihrem Privatleben gibt die 46-Jährige nur selten etwas preis und nur noch selten Interviews. Für die US-amerikanische "InStyle" hat die "Pretty Woman" eine Ausnahme gemacht und ungewöhnlich offen über ihre Karriere und ihre Wünsche ans Leben gesprochen.

So erzählte sie, dass sie schon seit Jahren das Gefühl habe, immer eher die "Zielgruppe der Mütter" angesprochen zu haben – auch schon in der Zeit, als sie selbst noch gar keine Mutter war. "Ich war immer mehr der burschikose Frauentyp", sagte der Hollywood-Star. Mit leichter Selbstironie beschwert sie sich, dass sie "niemals zu einer der heißesten Schauspielerinnen in Bikini gewählt wurde".

Heute weiß Roberts aber, dass diese Form der "Missachtung" ihr im Nachhinein nur gutgetan habe. Früher, so die Schauspielerin, habe sie gedacht, die Schönste zu sein. Als Halle Berry in ihrem orange-farbenen James-Bond-Bikini eine "Sexy"-Trophäe nach der anderen einheimste, hätte ihr Ego einen kleinen Dämpfer erhalten. Den hätte sie aber auch gebraucht, um mit beiden Beinen am Boden zu bleiben.

Mit viel "Spucke und Klebeband"

Schließlich hätte Roberts sich eingestehen müssen, dass sie im Laufe ihrer Karriere immer eine gewisse Verbindung mit Müttern verspürt habe. "Selbst als ich 20 Jahre alt war, war das meine Zielgruppe. Die Mütter haben mich immer gemocht", sagte die heute 46-Jährige. Im Gegenzug habe sie sich aber auch immer mit anderen Müttern mit Kindern verbunden gefühlt.

Eine Frage könne sie allerdings nicht mehr hören, gibt sie im Gespräch mit "InStyle" zu. "Ich kann es nicht mehr haben, wenn ich gefragt werde, wie ich das alles unter einen Hut bekomme, Familie und Karriere", sagte Roberts. Zum einen sei sie längst nicht so beschäftigt, wie viele Menschen vermuten. Zum anderen bleibe meist die Hälfte der Dinge, die erledigt werden müssen, unerledigt. Und außerdem habe sie eine Familie mit einem Ehemann hinter sich, der sie in "jeglicher Hinsicht toll unterstützt". Der Rest werde dann mit "viel Spucke und ordentlich Klebeband" zusammengehalten.

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