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Frau erdrosselt: Ex-Bodyguard von Verona Pooth muss 13 Jahre hinter Gitter

Er gestand, seine Frau im Drogenrausch erdrosselt zu haben: Ein ehemaliger Bodyguard und Fahrer von Verona Pooth ist von einem Düsseldorfer Gericht wegen Totschlags verurteilt worden.

Verona Pooth und ihr Chauffeur

Der frühere Chauffeur von Verona Pooth (l.) hat vor Gericht ein Geständnis abgelegt.

Er beschützte Verona Pooth und chauffierte deren Kinder zur Schule: Ein früherer Fahrer und Bodyguard von Entertainerin Verona Pooth ist in Düsseldorf wegen Totschlags zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. 

Der 39 Jahre alte Personenschützer hatte im Prozess vor dem Landgericht gestanden, seine Ehefrau im August 2015 nach einem Streit getötet zu haben. Er habe die elf Jahre ältere Frau mit einem Schlafmittel betäubt und dann mit Kabelbindern erdrosselt. Die Idee dazu sei ihm im Drogenrausch spontan gekommen, hatte der Angeklagte gesagt.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung wegen Mordes beantragt. Ob Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt werden, ist noch unklar. 

Finger mit Gartenschere abgeschnitten

Die 28 Jahre alte Tochter der Frau hatte die Leiche gefunden. Sie berichtete im Prozess, ihre Mutter habe sich ständig mit ihrem Stiefvater wegen dessen Kokainkonsums und seiner Geldprobleme gestritten. Rechtsmediziner haben den Zustand der Leiche der 50-Jährigen dokumentiert, die in der Badewanne lag: Zehn Stiche in Bauch und Brust, acht Finger mit einer Rosenschere abgeschnitten. Todesursache: Erdrosseln mit Kabelbindern.

Verona Pooth entsetzt

Verona Pooth, 47, hatte sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe entsetzt und überrascht gezeigt: "Er war stets ein sehr freundlicher und zuvorkommender Fahrer und Bodyguard", sagte sie im Gespräch mit dem stern. "Er hat meine Kinder schon mal allein zu meinen Schwiegereltern gefahren. Die kannten ihn auch. Er ist mit ausgestiegen, hat geklingelt und Gepäck reingetragen. Man kann das gar nicht glauben, dass ein Mann, der so gewissenhaft war, zu sowas fähig sein soll", sagte sie kurz nach der Tat. 

mai/DPA