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Der Bikini wird 70: Der Stoff für Legenden

Romy Schneider sah darin unglaublich sexy aus, Ursula Andress wurde knapp bekleidet weltberühmt: Der Bikini scheint für Hollywoodstars der Stoff zu sein, aus dem Legenden sind. Fast alle ließen sich gerne darin ablichten.

Micheline Bernardini

Vier kleine Dreiecke und ein Stück Kordel: Selbst Mannequins wagten es nicht, den Zweiteiler vor 70 Jahren im Pariser Schwimmbad Molitor der Öffentlichkeit zu präsentieren. Nur die Nackttänzerin Micheline Bernardini brachte den Mut auf, am 5. Juli 1946 erstmals den Bikini von Louis Réard vorzuführen. Seitdem wird er in allen Varianten getragen.

Der Maschinenbau-Ingenieur Louis Réard benannte das Kleidungsstück nach dem Bikini-Atoll, dem Ort der amerikanischen Atomtests im Pazifik. Sein Entwurf erregte in der Modewelt großes Aufsehen. Mittlerweile ist der Zweiteiler aus den Sommer- und Strandkollektionen nicht mehr wegzudenken - trotz Skandalen, Strandverboten und Prozessen.

Den Zweiteiler, den Réard vorführen ließ, gibt es nicht nur in den verschiedensten Formen und Varianten. Auch sein Image hat sich im Laufe der Zeit geändert - von schamlos, skandalös bis sexy, sexistisch und emanzipatorisch.

Den Dr.-No-Bikini hat Ursula Andress berühmt gemacht. Dabei handelt es sich um einen Zweiteiler, dessen Hose einen Gürtel ziert. Die Schweizer Schauspielerin trat damit 1962 als Bondgirl in "James Bond jagt Dr. No" auf. Im Jahr 2001 wurde der Zweiteiler auf einer Auktion für 60.000 Dollar versteigert - ein Rekord für ein Stück Badekleidung.

jum