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Duffy: Am liebsten kurz und retro

Vor Stilsünden sind auch Prominente nicht sicher. Sängerin Duffy, die einst als Provinz-Ei nach London kam, berichtet von ihren schlimmsten Fashion-Faux-Pas, ihrem Faible für Schuhe und einem Fehltritt in der Mailänder Scala.

Als ich vor vier Jahren von Wales nach London zog, hatte ich keine Ahnung von Mode. Deshalb kaufte ich mir, was alle coolen Großstädter trugen: Ugg Boots. Leider erkannte ich zu spät, dass sie so ugly waren, also hässlich, wie der Name es vermuten lässt.

Erst seitdem ich auf der Bühne stehe, bin ich sicherer geworden. Ich picke aus den neuen Trends heraus, was mir gefällt. Meist sind es knappe Shorts, hochgeschnittene Taillenröcke und natürlich High Heels. Am liebsten in Rot.

Gern kombiniere ich Neues mit Altem: Pop mit Retroklängen, Designermode mit Vintage-Klamotten. Mein Lieblingsstück ist eine Pelzjacke aus den 40er Jahren, die ich oft mit aktuellen Kleidern kombiniere. Mein einziges Laster sind Schuhe. Ich besitze sehr viele, allerdings stehen sie meist nur für kurze Zeit in meinem Kleiderschrank. Sobald sie abgetragen sind oder schäbig aussehen, müssen sie weg.

Leider fehlt mir die Zeit für Shoppingtouren. Ich bin oft nur einen Tag zu Hause, bevor ich wieder in den Tourbus steige. Deshalb hilft mir eine Stylistin bei meinen Bühnenoutfits. Sie besorgt, was ich in Zeitschriften, Filmen oder im Vorbeihetzen an Geschäften gesehen habe.

Meine Faustregel: Trage niemals Schuhe, auf denen du nicht stehen kannst. Das ist meine schmerzvolle Erkenntnis nach einem Besuch der Mailänder Scala. Ich war 18, trug ein rotes Kleid und wunderschöne, aber viel zu hohe Schuhe mit einem Keilabsatz. Auf den letzten Stufen des Konzertsaals kam ich ins Wanken und riss drei Personen mit in den Orchestergraben. Zum Glück war ich da noch die unbekannte Aimee Anne Duffy aus Nefyn.

Protokoll: Cathrin Wißmann

Lesen Sie auch bei unserem Partner prinz.de: "Sprechen wir mit Duffy"

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